Anzeige
Revisionsprozess zu "Brummi-Andi"
© Antenne AC
Teilen: mail

Revisionsprozess zu "Brummi-Andi"

Am Aachener Landgericht beginnt am Freitag das Revisionsverfahren im Fall des bundesweit bekannten "Brummi-Andi". Im Januar letzten Jahres war er wegen insgesamt 20 Straftaten zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Dagegen hatte er geklagt. Durch den Bundesgerichtshof wurde der Klage stattgegeben. Der Bundesgerichtshof sagt indirekt, dass einige Urteile basierend auf schwammigen Fakten gesprochen worden seien. Zum Beispiel im Fall einer versuchten schweren Brandstiftung vom Oktober 2017. Hier soll der Angeklagte einen Zeitungsstapel vor einem Haus angezündet haben. Mit dem Feuer soll er darauf spekuliert haben, dass auch die Wohnung eines Zeugen in Brand gerät. Laut Bundesgerichtshof genüge diese Annahme der Strafkammer nicht, um eine versuchte schwere Brandstiftung zu verurteilen. Außerdem sei nicht klar gewesen, wo sich der Zeitungsstapel genau befunden hat. Dadurch verliere auch der Körperverletzungsvorsatz der Strafkammer seine Grundlage, da ein Übergreifen der Flammen auf das Haus nicht garantiert war. Ein Urteil im Revisionsverfahren wird Anfang September erwartet. Seinen Spitznamen verdankt der Angeklagte seiner kriminellen Kindheit, in der er mehrmals Lastwagen klaute und sich teils gefährliche Verfolgungsjagden mit der Polizei lieferte.

Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2020 04:16

Anzeige
Anzeige
Anzeige