
Bevor die Regiotram in voraussichtlich ein paar Jahren hier verkehrt, zieht demnächst eine Kampagne dazu durch die Gegend.
Die Regiotram-Roadshow macht zwischen 9. und 14. September Station in Aachen, Würselen, Alsdorf und Baesweiler.
Ihr erhaltet dabei viele Infos zum Projekt, diese Städte mit einer Straßenbahn zu verbinden. Experten stehen Rede und Antwort, Akteure schildern ihre Haltung zu dem Verkehrsprojekt und man kann sich mit den Projektpartnern austauschen.
Der Grund für diese intensive Beteiligung der Bürger: Die zweistufige Machbarkeitsstudie liegt in ihrer endgültigen Fassung seit Juli auf dem Tisch. Darin kommen die Experten zu dem Ergebnis: Die Regiotram ist machbar und volkswirtschaftlich sinnvoll. Vier Trassenvarianten zwischen Aachen Normaluhr und Baesweiler Nord wurden untersucht, aber nur bei zweien kamen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass sie volkswirtschaftlich sinnvoll sind.
Aktuell belasten 70.000 Pendlerfahrten täglich das Straßennetz in der Stadt Aachen und im Norden der Städteregion. In Zukunft werden sogar noch mehr Menschen vom Umland in die Stadt und zurück pendeln. Damit die Fahrt vom Aachener Hauptbahnhof über den Elisenbrunnen und die Krefelder Straße bis nach Würselen, Alsdorf und Baesweiler nicht nur schneller, sondern auch bequemer und klimafreundlich ausfällt, schlagen die StädteRegion, die Stadt Aachen, die Städte Würselen, Alsdorf und Baesweiler, den Bau der Regiotram vor.
Eine Straßenbahn könnte den Großteil der Pendelnden deutlich komfortabler als bisher aus der Region in die Stadt und zurückbringen – und perspektivisch auch den Forschungsflugplatz Merzbrück anbinden.
Eine Fahrt zwischen Aachen-Bushof und Baesweiler "In der Schaf" würde dann rund 37 Minuten dauern. Die Experten rechnen mit 38.000 Fahrten, die täglich mit der Regiotram zurückgelegt werden. Dies würde bedeuten, dass jährlich 2,28 Millionen zusätzliche Fahrten mit der Straßenbahn und den daran angebundenen Buslinien erfolgen würden.
Der Bericht zur Machbarkeitsstudie des Büros TTK (TransportTechnologie-Consult Karlsruhe) ist HIER auf der Regiotram-Webseite nachzulesen. Die zwei empfohlenen Varianten unterscheiden sich nur im Streckenabschnitt Alsdorf – die eine Variante führt über den Kurt-Koblitz-Ring, die andere in die Innenstadt zum Annapark, wo ein unmittelbarer Umstieg auch auf die Euregiobahn möglich wäre. Letztere sehen Kommunen und AVV als Vorzugsvariante an, weil sie die meisten Menschen erreicht.
Darüber wollen die Projektpartner, die Städteregion und die Stadt Aachen, die Städte Alsdorf, Baesweiler und Würselen sowie der Aachener Verkehrsverbund während der Roadshow im Detail berichten. Auf der Bühne finden Gesprächsrunden statt, man kann mit den Experten ins Gespräch kommen und es gibt reichlich Infos. Anregungen und Fragen sind dabei ausdrücklich erwünscht.
Der Terminplan der Roadshow:
9. September in Alsdorf am Denkmalplatz:
- 11.00 Uhr Start Infostand
- 13.00 Uhr Begrüßung Bürgermeister Alfred Sonders
- 13.15 Uhr Gespräch „Nachhaltige Mobilität für Alsdorf“
- 14.30 Uhr Gespräch „Alsdorf - gut erreichbar“
10. September in Würselen am Markt:
- 13.30 Uhr Start Infostand
- 14.30 Uhr Begrüßung Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und Bürgermeister Roger Nießen
- 14.40 Uhr Gespräch „Würselen – vernetzt in der Städteregion“
- 15.30 Uhr Gespräch „Nachhaltige Mobilität für Würselen“
- 16.30 Uhr Gespräch „Würselen – gut erreichbar“
12. September in Aachen am Holzgraben:
- 11.00 Uhr Start Infostand
- 12.00 Uhr Begrüßung Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und die Bürgermeister Pierre Froesch, Roger Nießen, Alfred Sonders sowie AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen
Diskussionsrunden: Die Regiotram trifft …
- 12.30 Uhr … den Handel
- 13.30 Uhr ... das Mobilitätskonzept
- 14.30 Uhr ... Unternehmen
- 15.30 Uhr ... Tourismus
- 16.30 Uhr ... den Radverkehr
- 17.30 Uhr ... Verkehrsteilnehmende
- 16.00 Uhr Trassenspaziergang „Misereor“
14. September in Baesweiler am dortigen Edeka/Am Feuerwehrturm:
- 12.00 Uhr Begrüßung Bürgermeister Pierre Froesch
- 12.15 Uhr Gespräch „Nachhaltige Mobilität für Baesweiler“
- 13.30 Uhr Trassenspaziergang Bushof (ZOB) – In der Schaf
- 15:00 Uhr Gespräch „Baesweiler – gut unterwegs“