
Rechte Attacken aufs AZ
Die Angriffe von mutmaßlich Rechtsextremen auf das Autonome Zentrum in Aachen haben wieder zugenommen.
So sind am 19.8. die Scheiben in der Eingangstür kaputt gemacht worden - zeitgleich mit einer Gedenkkundgebung am Elisenbrunnen für die Opfer des rechten Mordanschlags von Hanau. Auch danach hat man die Eingangstür mehrmals beschädigt. Unter anderem am 23.8., als das als Ersatz für die kaputten Glasscheiben in die Tür eingesetzte Holzbrett beschmiert worden ist - mit der Wolfsangel, dem Zeichen einer Untergrundorganisation der SS, und dem Kürzel „KAL“, dem Kürzel der 2012 verbotenen Neonaziorganisation „Kameradschaft Aachener Land“. An dem Tag ist das KAL-Verbot genau acht Jahre her gewesen.
Die Aachener Polizei bestätigt die Vorfälle, auch ein unvollständiges Hakenkreuz habe man gefunden, da sind die Täter wohl unterbrochen worden beim Schmieren. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
Das Autonome Zentrum sagt, die Bedrohungslage dort ist nicht neu. Regelmäßig würden Briefkasten und Klingel beschädigt, Hakenkreuze gemalt oder Aufkleber angebracht. Außerdem hätten schon öfter bewaffnete Neonazis einzelne Leute mit Messern und Schlagwaffen bedroht oder angegriffen - in der Innenstadt, in Burtscheid, rund um den Hauptbahnhof und im Frankenberger Viertel.
Veröffentlicht: Montag, 31.08.2020 07:32