Anzeige
Reaktionen auf den Tod von Egidius Braun
© SID Marketing
Teilen: mail

Reaktionen auf den Tod von Egidius Braun

Veröffentlicht: Mittwoch, 16.03.2022 12:52

Anzeige

Der Tod des früheren DFB-Präsidenten Egidius Braun aus Stolberg-Breinig in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 97 Jahren bewegt in Aachen und der Region viele Menschen.

Nachfolgend einige Reaktionen auf die traurige Nachricht.



Anzeige

Brauns Heimatstadt Stolberg:

Anzeige

Bürgermeister Patrick Haas sagt, man trauere um einen großen Breiniger, dessen Name immer eng mit Stolberg verbunden bleibe.

Braun hat in seiner Jugend für den SV Breinig die Fußballschuhe geschnürt, war anschließend Vereinsvorsitzender und hat bis zuletzt sehr eng zum Club gestanden.

Die Stadt Stolberg hat ihm schon zu Lebzeiten eine Straße gewidmet - seit 2015 heißt die Straße im Breiniger Neubaugebiet zwischen Schützheide und Corneliastraße „Egidius-Braun-Straße“.

Haas: "Die Lage könnte passender nicht sein: Dort, wo heute neue Wohnhäuser entstehen, lag einst das Sportgelände des SV Breinig. Lieber Egidius Braun: Vielen Dank für dieses großartige Lebenswerk!“


Anzeige

Alemannia Aachen:

Anzeige

Mit tiefstem Bedauern und großer Anteilnahme nimmt die Alemannia-Familie Abschied von Egidius Braun. Der ehemalige DFB-Präsident war seit 2010 Ehrenmitglied bei Alemannia Aachen.

Am Tivoli erinnert man sich daran, dass Braun vor allem während seiner Zeit als Schatzmeister beim DFB durchaus auch dafür bekannt gewesen sei, im Vereinsheim des Klubs ein paar Runden Skat zu spielen und Zigarette zu rauchen – zu Hause sei es ihm strikt verboten gewesen. Zudem werde ihm nachgesagt, dass er sich in seinem kleinen Häuschen im abgelegenen Aachen-Kitzenhaus stets wohler fühlte als in seinem Hauptwohnsitz in der Kaiser-Friedrich-Allee. In ersterem empfing er zum Beispiel Gäste deutlich lieber – ein Ständchen am Klavier legte er auch ab und zu ein.

Über viele Jahre war Braun Stammgast bei der Alemannia. Die Heimspiele der Schwarz-Gelben am Alten Tivoli beobachtete er stets von seinem Ehrenplatz direkt am Spielertunnel aus. Auch auf dem neuen Tivoli war er oft zu Besuch.

Der deutsche Fußball verliere einen herzensguten und grundehrlichen Menschen, für den das Wohl aller stets oberste Priorität hatte, so die Alemannia. Sie trauert innigst um Egidius Braun und wünscht seiner Familie und seinen Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit. Der Verein werde ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.


Anzeige

Aachener Kindermissionswerk "Die Sternsinger":

Anzeige

Auch das Aachener Kindermissionswerk "Die Sternsinger" trauert um Egidius Braun.

Braun habe die soziale Verantwortung des Fußballs immer in den Vordergrund seines Wirkens gestellt, so Pfarrer Dirk Bingener, der Sternsinger-Präsident. Die Arbeit der Sternsinger hat Egidius Braun lange Zeit persönlich und freundschaftlich unterstützt.

„Für die enge Zusammenarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für Kinder überall auf der Welt sind wir ihm sehr dankbar. Besonders deutlich wird dies bis heute in der Mexico-Hilfe, die auf Initiative von Egidius Braun während der Weltmeisterschaft 1986 ins Leben gerufen wurde. Wir trauern um einen langjährigen Partner der Sternsinger. In Gedanken sind wir bei seiner Familie“, so Pfarrer Bingener.

Egidius Braun habe sein Motto "Fußball ist mehr als ein 1:0" gelebt und erkannt, dass der Sport die Menschen zusammenbringt – auch über Grenzen hinweg. Sein Engagement wirke bis heute nach - auch bei der aktuellen Hilfe für Flüchtlingsfamilien in der Ukraine. „Die Hilfe in der Ukraine war Egidius Braun immer ein besonderes Anliegen“, sagt Pfarrer Bingener.

Die Zusammenarbeit des Kindermissionswerks mit dem DFB begann 1996. Er habe damals die Fußball-Nationalspieler unter dem gemeinsamen Motto „Nationalspieler und Sternsinger bauen Brücken zu Kindern in Not“ für die Unterstützung der Sternsinger gewonnen.


Anzeige

Fußballverband Mittelrhein (FVM):

Anzeige

Um den langjährigen DFB-Präsidenten Egidius Braun, der letzte Nacht im Alter von 97 Jahren gestorben ist, wird auch beim Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) getrauert. Braun war auch Ehrenpräsident des FVM. FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen erklärt, man verneige sich vor einem einzigartigen Menschen und seinem herausragenden Lebenswerk. Soziale Werte seien immer Mittelpunkt seines Handelns für den Sport gewesen. Die Anliegen der kleinen Vereine lagen Braun am Herzen, er war ihr Fürsprecher. Der FVM werde Egidius Braun immer ein ehrendes Andenken bewahren, man sei in Gedanken bei seinen Kindern und allen Angehörigen.

FVM-Ehrenpräsident Alfred Vianden: „In all den Jahren meiner ehrenamtlichen Arbeit für den Sport habe ich keinen Menschen kennengelernt, der die Interessen des Sports im Allgemeinen und seine soziale Kraft mit so viel Enthusiasmus, Aufrichtigkeit und Nachdrücklichkeit vertreten hat. Er hat der Entwicklung des Fußballs am Mittelrhein, in Deutschland und der ganzen Welt unnachahmlich seinen Qualitätsstempel aufgesetzt. Vor allem ist er aber immer eins geblieben: Ein außergewöhnlicher Mensch mit dem Blick für seine Mitmenschen – und mit herausragenden Fähigkeiten, andere Menschen für die gute Sache zu begeistern.“

Damit alle Vereine einmal in die Sportschule Hennef kommen können, initiierte er ein Vereinsprogramm, das genau das kostenlos für Vereine ermöglichte. Unzählige Kampagnen wie „Mein Freund ist Ausländer“ rief Braun zunächst am Mittelrhein und dann bundesweit ins Leben.

Der Fußball-Verband Mittelrhein würdigt das außerordentliche Wirken seines Ehrenpräsidenten seit 2010 auf jedem Verbandstag mit der Verleihung des Egidius-Braun-Preises an eine herausragende Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für das gemeinschaftliche Wohl einsetzt. Preisträger sind die beiden Nationalspieler Rudi Völler und Wolfgang Overath, Prälat Arnold Poll, der frühere Präsidenten des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ und Wolfgang Watzke, langjähriger Geschäftsführer der Egidius-Braun-Stiftung.

„Wir wollen so das herausragende Engagement unseres Ehrenpräsidenten würdigen und unterstreichen, welch ungeheure Kraft und große gesellschaftspolitische Verantwortung der Fußball weit über das Fußballspiel hinaus hat", erklärt FVM-Vizepräsidentin Johanna Sandvoß. „Dies werden wir im Fußball-Verband Mittelrhein im Sinne von Egidius Braun weiter fortführen.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige