
Rathaus Herzogenrath: Sanierung günstiger als Reparaturen
Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 10:10
Die umfassende Sanierung des Herzogenrather Rathauses ist auf lange Sicht deutlich günstiger als ständige Reparaturen.
Das geht aus einer neuen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hervor, meldet die Stadt.
Dank Fördermitteln aus dem Programm „Rheinisches Revier“ verringert sich der Eigenanteil der Stadt auf rund 13 Millionen Euro.
Die energetische Modernisierung spart außerdem Millionen an Energiekosten und macht das Rathaus fit für die Zukunft.
Der Bauausschuss hat die Verwaltung jetzt beauftragt, die nächsten Schritte einzuleiten.
Weitergehende Infos zu den Plänen fürs Herzogenrather Rathaus:
Die jetzt geplante energetische Sanierung sieht unter anderem den vollständigen Umstieg von Erdgas auf eine hocheffiziente Wärmepumpe und die Nutzung der bereits installierten Photovoltaikanlage vor. Dadurch kann der Energiebedarf des Rathauses drastisch reduziert werden. Außerdem würden im Zeitraum von 2031 bis 2061 Energiekosten von fast acht Millionen Euro eingespart werden, heißt es. Hauptkostentreiber im Szenario ohne Sanierung wären steigende Gaspreise, CO2-Bepreisung und wachsende Netzentgelte. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro.
Neben den wirtschaftlichen und energetischen Vorteilen biete die Sanierung auch die Chance, das Rathaus als modernen Verwaltungsstandort neu aufzustellen, so die Stadt weiter. Geplant sind flexible Bürostrukturen, digitale und kollaborative Arbeitsmittel, eine leistungsfähige IT-Infrastruktur sowie ergonomische Arbeitsplätze und optimierte Raumkonzepte. Durch die Zusammenführung bislang ausgelagerter Mitarbeitender an einem zentralen Standort würden Kommunikation und Zusammenarbeit verbessert.
Das Herzogenrather Rathaus ist von 1976 bis 1978 gebaut worden und weist mittlerweile nach fast fünf Jahrzehnten erhebliche altersbedingte Mängel auf. Viele Bauteile haben ihre technische Lebensdauer überschritten oder stehen kurz davor. Die Zahl der Schadensfälle und die Kosten pro Reparatur sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Hinzu kommen Schadstoffbelastungen, die bei jeder baulichen Maßnahme berücksichtigt werden müssen. Auch die technische Infrastruktur des Gebäudes, darunter Heizung, Elektrik, Lüftung und IT, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Außerdem verpflichten gesetzliche Vorgaben wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu einer grundlegenden energetischen Modernisierung. Spätestens mit Blick auf die Klimaneutralitätsvorgaben bis 2045 ist ein umfassender Umbau unumgänglich, so die Stadt.