
Budgetierung, Honorarkürzung und GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz - mit diesen Begriffen beschäftigen sich in den letzten Wochen und Monaten Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Genau diese müssen in Zukunft mit weniger Geld für ihre angebotenen Therapien rechnen.
Julia Baron ist Psychotherapeutin in Aachen und hat einen halben Kassensitz. Was bedeutet das denn jetzt genau?
Das heißt also, am Ende werden vermutlich viele Therapeutinnen und Therapeuten entweder ihre Praxis schließen oder nur noch Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln.
Das wollen Julia Baron und ihre Kolleginnen und Kollegen aber nicht so hinnehmen:
Die Änderungen werden für Patientinnen und Patienten vermutlich noch nicht direkt bemerkbar sein. Allerdings wird es jetzt schon noch schwerer, einen geeigneten Therapieplatz zu bekommen, befürchtet die Psychotherapeutin.
Viele Patientinnen und Patienten fragen jetzt schon nach, wie es weiter geht. Die Frage kann aktuell aber niemand beantworten.
Deshalb gibt es klare Kritik an den aktuellen Entscheidungen der Politik:
Seit Wochen und Monaten protestieren Therapeuten, Patienten und Angehörige gegen die Kürzungen. Einen kleinen Erfolg gibt es bereits - Die Honorarkürzung um 4,5 Prozent ist in einem Eilverfahren erst einmal gestoppt worden.
Allerdings kämpfen die Betroffenen weiter.
Was laut Julia Baron hilft: Mit den Politikern aus der eigenen Region ins Gespräch gehen oder Mails schreiben. Außerdem setzt sich das Aktionsbündnis Psychotherapie dafür ein, dass auch in Zukunft weiterin genügend Menschen einen Therapieplatz bekommen können.
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