
Prozessbeginn zum Großeinsatz am Luisenhospital
Veröffentlicht: Dienstag, 03.09.2024 05:19
Am Aachener Landgericht startet am Dienstag der Prozess gegen die Frau, die im März einen Großeinsatz am Aachener Luisenhospital ausgelöst haben soll. Ihr wird versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen.
Laut Anklage hat die 66-Jährige nach einem Familienstreit einen Brand in ihrer Wohnung in Eschweiler gelegt und so eine Explosion verursacht. Dabei sind die Hausbewohner aber unverletzt geblieben. Danach soll sie im Luisenhospital mit einer Schreckschusswaffe und einer täuschend echt aussehenden Sprengstoffgürtelattrappe damit gedroht haben, sich umzubringen. Außerdem soll sie im ersten Obergeschoss des Krankenhauses mehrere Feuer gelegt haben. Die große Rauchentwicklung habe Patienten lebensgefährlich gefährdet, heißt es.
Wegen der Suizidabsichten der Angeklagten geht es in dem Prozess auch um ihren psychischen Zustand und ihre Schuldfähigkeit.
Im Luisenhospital soll alles in allem ein Schaden von mindestens 25 Millionen Euro entstanden sein.