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Proteste in Erkelenz gehen weiter
© Alle Doerfer bleiben/Christoph Schütt
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Proteste in Erkelenz gehen weiter

In Erkelenz wird weiter gegen den Abriss der L277 protestiert - die Straße soll dem Tagebau Garzweiler II weichen.

Dabei hat die Aachener Polizei am Dienstag mehrere Personen in Gewahrsam genommen.

Bei Lützerath haben sieben Personen die Fahrbahn blockiert, fünf davon haben sich aneinander gekettet. Die Polizei hat die Aktion am Vormittag beendet und danach auf Antrag von RWE Power gegen die sieben ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Hausfriedensbruch eingeleitet. Ein Mann und drei Frauen sind zur Feststellung der Personalien nach Mönchengladbach mitgenommen worden.

Außerdem sind bei Blockade-Aktionen in Keyenberg mehrere Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung und Hausfriedensbruch eingeleitet worden. Ein Mann, der eine laufende Arbeitsmaschine besteigen wollte, ist ebenfalls in Gewahrsam genommen worden.

Für die Menschen in den Köhledörfern selbst ist die Landstraße der - so wörtlich - letzte „Schutzwall“ zwischen ihnen und den Kohlebaggern von RWE.

Am Mittwoch wollen Aktivisten im Rahmen der Proteste eine größere Aktion zivilen Ungehorsams starten.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2020 09:31

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