
Proteste im Tagebau Garzweiler
Am Braunkohletagebau Garzweiler II haben am Sonntagmorgen etwa 90 Teilnehmer der Aktionsgruppe "Lebenslaute" für den Kohleausstieg demonstriert und sind mit Musikinstrumenten in den Tagebau eingedrungen. Ein Security-Mitarbeiter von RWE sei dabei verletzt worden, heißt es von der Aachener Polizei. Laut RWE sei dieser sogar kurzzeitig bewusstlos gewesen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Zu den Umständen und wegen Hausfriedensbruchs laufen Ermittlungen. Zwei von drei Gruppen haben bis zum frühen Nachmittag das Gelände wieder verlassen. Vorläufige Festnahmen gab es nicht.
Die Anti-Kohle-Bündnisse kündigten für Herbst weitere Proteste an, sollte RWE an den Plänen festhalten, 6 Erkelenzer Orte abzureißen. Schon ab Oktober könnte RWE mit einer Rodung beginnen. Ab November drohe der Abriss des Dorfes Lützerath. Den wollen die Aktivisten verhindern, wie schon die Rodung des Hambacher Forsts. Mittlerweile wurden in Lützerath erste Baumhäuser gebaut.
Veröffentlicht: Montag, 16.08.2021 05:03