
Prognose für Deutschland zu früh
Intensivmediziner in Deutschland machen sich aufgrund der ansteckenden Mutanten des Coronavirus Sorgen. Denn die Belegung der Intensivbetten geht aktuell nicht mehr zurück. In Nachbarländern wie Frankreich und Belgien steigen die Zahlen auf den Intensivstationen sogar wieder. Für Prognosen in Deutschland sei es aber noch zu früh, sagt Andreas Schuppert von der RWTH Aachen. Dafür gebe es noch einige Unbekannte, etwa zur Ausbreitung der Mutante, zu Effekten von FFP2-Masken und zur Teststrategie. Auch die Folgen der beschlossenen Lockerungen seien noch unklar. Entscheidend seien jetzt schnelle Fortschritte beim Impfen, um eine dritte Welle möglichst flach zu halten, heißt es. Auch von den bisherigen Corona-Impfungen bei Senioren und Pflegeheimbewohnern versprechen sich die Experten erst einmal keine Entlastung. Diese gebe es wahrscheinlich erst im Mai oder Juni.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.03.2021 06:45