
In Aachen-Preuswald hat die sogenannte "integrierte Quartiersentwicklung" zu einer großen Aufwertung des Stadtteils geführt.
Oberbürgermeister Marcel Philipp hat sich davon am Donnerstag bei einem Rundgang überzeugt.
Die Sozialstruktur sei stabilisiert, die Wohnqualität erhöht und die Attraktivität deutlich gesteigert worden, so die Stadt.
Als Erfolgsfaktoren nennt sie die enge Zusammenarbeit der Initiativen vor Ort und der Bewohner mit Politik und der Wohnbaugesellschaft Vonovia, der rund 400 Wohnungen in Preuswald gehören.
Die Stadt Aachen zur Historie des Preuswalds:
Ende der 1960er Jahre ist der Preuswald als hochwertiger Wohnstandort im Grünen für rund 2000 Einwohner konzipiert worden, es gab die übliche bipolare städtebauliche Struktur mit Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäusern. Größer und ausgesprochen vielfältig wurden dann die Probleme ab den 2000er-Jahren. Der Investitionsstau im öffentlichen und privaten Bereich, mehrfacher Eigentümerwechsel im Geschosswohnungsbestand, hohe Mieterfluktuation, zwischenzeitlich auch hohe Integrationserfordernisse sowie die schlechteste sozio-ökonomische Entwicklung aller Aachener Quartiere machten dem Preuswald zu schaffen.
„Das Thema Preuswald hat mich in meiner Amtszeit über zehn Jahre begleitet“, sagte Philipp vor Ort. Er erinnerte an erste Maßnahmen ab 2010, ein Quartiersentwicklungsprozess wurde insbesondere durch das Engagement der Bewohnerschaft (Initiative Preuswald) angestoßen. „Seit 2010 ist die Stadtteilkonferenz Preuswald wichtiger Impulsgeber und zentrale Plattform zur Bündelung der Belange und Ressourcen der Akteure vor Ort, der Stadt Aachen und der Vonovia“, unterstrich Philipp das Engagement vor Ort.
Viele Schritte wurden im Preuswald gegangen, Philipp erwähnt die Einrichtung eines allgemeinen Quartiersmanagements im Stadtteilbüro Preuswald durch die Stadt, er erinnert an die Umfirmierung der Deutschen Annington in Vonovia, einhergehend mit einer Änderung der Unternehmensstrategie im Preuswald: „Wir sprechen hier von einem gelungenen integrierten Quartiersentwicklungskonzept in Zusammenarbeit mit der Stadt, das in einem partizipativen Prozess erstellt wurde.“
Mario Stamerra, Geschäftsführer von Vonovia, sagte: „Ein lebenswertes Quartier braucht eine ausgewogene Mietergemeinschaft, die allerdings lange Zeit nicht gegeben war. In den vergangenen zehn Jahren haben wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort, mit Investitionen, Herz und sozialer Verantwortung eine ganze Menge für die Entwicklung des Preuswalds getan. Inzwischen bietet das Quartier wieder attraktive, bezahlbare Wohnungen plus passende Angebote für Mieter aller Generationen und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander.“
Viel ist im Preuswald geschehen. Viele Maßnahmen, die politisch beschlossen und vorangetrieben wurden, sind umgesetzt worden. Die soziale Infrastruktur wurde auch durch den Neubau der 2017 fertiggestellten Kita und das Senioren-Begegnungszentrum der AWO verbessert, die Nahversorgung über einen neuen Kiosk und die Ansiedlung eines Discounters an der Lütticher Straße optimiert. Derzeit in der Umsetzung ist ein Grundschulneubau.
Mario Stamerra präsentierte umfangreiche Investitionen in Wohnungsbestand, Gebäuden und Wohnumfeld durch die Vonovia, den Abschluss der Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen stellte er für dieses Jahr in Aussicht.
Oberbürgermeister Marcel Philipp stellt die gemeinsame Wohn- und Wohnumfeld-Aufwertung als integralen Bestandteil der Quartiersentwicklung, durch die eine positive Entwicklung im Lebensraum eingeleitet werden konnte, heraus: „Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt Aachen, den Akteuren im Quartier und der Vonovia sehe ich als Schlüssel zum Erfolg, auf den wir hier im Preuswald nun blicken. Die Vonovia hat nicht nur durch ihre Investitionstätigkeit zur Aufwertung beigetragen, sie ist auch ein wichtiger Partner für das Miteinander im Quartier geworden."



