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Pontifikalamt zum Karlsfest
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Pontifikalamt zum Karlsfest

Trozt der Corona-Pandemie soll auch in diesem Jahr in Aachen das Karlsfest gefeiert werden. Dazu wird morgen - am Sonntag - im Aachener Dom ein Pontifikalamt abgehalten. Damit soll an den Todestag von Karl dem Großen am 28. Januar 814 erinnert werden. Der Gottesdienst wird von Aachens Bischo Helmut Dieser abgehalten. Er wird mittelalterliche Rituale wieder zum Leben erwecken. Dazu gehört zum Beispiel die Kaiserlaudes - ein lateinischer Gesang, der zum festen Bestandteil des Hochamts zum Karlsfest gehört. Auch die Muttergottes wird ihr Gewandt wechseln. Bis Aschermittwoch trägt sich dann die neogotischen Karlskleider. Der Gottesdienst kann vor Ort miterlebt werden, wird aber auch ab 10 Uhr live auf der Homepage des Bistums Aachen und auf dem Youtubekanal der Diözese übertragen.

Abgesehen vom Pontifikalamt entfällt das gewohnte Rahmenprogramm. Aber zumindest für das Orgelkonzert am Nachmittag gibt es ein Ersatzangebot: Im Gedenken an die Kranken und Toten der Corona-Pandemie, sowie all derer, die unter den bestehenden Einschränkungen zu leiden haben, hat Domorganist Michael Hoppe die Fantasie über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Franz Liszt vorab eingespielt und aufgezeichnet. Liszt komponierte das Stück im Februar 1863 als Totenklage für seine Tochter Blandine und in Anlehnung an ein chromatisch absteigendes, klagendes Bassthema der gleichnamigen Bach-Kantate BWV 12. Der 18-minütige Live-Mitschnitt ist unter dem Titel "Orgelmusik zum Karlsfest" oder hier zu finden.

Die sonntägliche Vesper um 18 Uhr nimmt ebenfalls Bezug auf das Karlsfest und beendet den besonderen Tag.

Veröffentlicht: Samstag, 30.01.2021 06:38

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