
Polizeibilanz nach Klimacamp
Einen Tag nach dem Ende des Klimacamps Rheinland in Erkelenz hat die Polizei am Mittwoch eine Einsatzbilanz gezogen.
Das Klimacamp sei an den insgesamt zwölf Tagen überwiegend friedlich und gewaltfrei verlaufen.
Während der Blockadeaktionen um das Kraftwerk Frimmersdorf und den Tagebau Garzweiler sind 19 Leute in Gewahrsam gekommen, um die Personalien festzustellen. Strafanzeigen hat es u.a. wegen Sachbeschädigung, Nötigung, Hausfriedensbruchs und Unterschlagung gegeben.
Verletzt worden ist niemand.
Polizeiführer im Einsatz Wilhelm Sauer sagt: "Wir waren gut aufgestellt und haben zeitgerecht, konsequent und angemessen agiert. Ich kann es nur begrüßen, dass man einem Protest öffentlich Ausdruck verleiht, ohne dass sich dabei Provokationen, Aggressionen oder Gewalt gegen meine Kolleginnen und Kollegen richten."
Zu den Straftaten teilt die Polizei mit:
- Am 20.08.2019 bemerkte der RWE-Sicherheitsdienst eine Beschädigung des Zauns am Kraftwerk Neurath und das Fehlen von Stromverteilerdosen. Hinweise zu tatverdächtigen Personen lagen nicht vor. Ein Strafverfahren wegen Einbruchdiebstahl wurde eingeleitet.
- Am 21.08.2019 meldeten Mitarbeiter des RWE-Sicherheitsdienstes mehrere Sachbeschädigungen im Bereich der Lützerather Straße. Bislang Unbekannte Täter beschmierten Pumpkästen, Trafohäuser, Absperrbarken und Zaunelemente mit Farbe und Fäkalien.
- Weiterhin setzten unbekannte Täter am 24.08.2019 gegen 16.40 Uhr eine Pumpstation an der L277 Jackerath / L19 Immerath in Brand. Das Feuer konnte von der Feuerwehr gelöscht werden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
- Am 24.08.2019 gegen 18.15 Uhr meldeten Aktivisten eine Spontanversammlung vor dem Polizeipräsidium Aachen (Auf Krummerück) an. 35 Personen nahmen an dieser solidarischen Aktion, die für die zur Identitätsfeststellung festgehaltenen Personen aus der Sitzblockade am Skywalk in Garzweiler, teil.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.08.2019 13:01