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Photovoltaik-Boom in Aachen
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Photovoltaik-Boom in Aachen

Veröffentlicht: Freitag, 25.08.2023 09:14

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In Aachen herrscht aktuell ein Boom in Sachen Photovoltaik.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind schon mehr Photovoltaik-Anlagen installiert worden als jemals vorher in einem Jahr.

Schon 2022 hat es beim Solarenenergie-Ausbau auf Aachens Dächern Rekordstände gegeben.

Die grün-rote Koallition in Aachen führt das auf ihr Solarförderprogramm zurück, aber auch neue Bundesregelungen und die gestiegenen Energiepreise hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.

Zwischen Januar und August 2023 sind laut dem Marktstammdatenregister in der Stadt Aachen 1.250 Anlagen mit einer Bruttoleistung von 6,2 Megawatt installiert worden. Zum Vergleich: 2022 waren es (im ganzen Jahr) 4,7 Megawatt, 2021 noch 4,0 Megawatt und in den Jahren 2016 und 2017 sogar unter einem Megawatt. Selbst in den Jahren des ersten Solarbooms 2010/2011 hat man solche Ausbauzahlen nicht erreicht. Auch die Zahl der installierten Speicherkapazität hat sich deutlich gesteigert.

„Damit sind wir in Aachen endlich auf dem richtigen Weg, um die Klimakrise wirkungsvoll zu bekämpfen“, sagt Julia Brinner, die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. „Unser Ziel muss es sein, das hohe Ausbautempo, das wir gerade erleben, dauerhaft über die nächsten Jahre zu halten, oder besser noch weiter zu steigern.“

Das Öcher Solarförderprogramm ist 2022 im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzepts beschlossen worden. Seitdem sind über 2.200 Anlagen von der Stadt gefördert worden – weitere 500 Anträge sind aktuell noch in der Bearbeitung.

Seit einigen Tagen ist das Budget des Programm allerdings ausgeschöpft und es musste ein Förderstopp verhängt werden.

Die rot-grüne Koalition will sich dafür einsetzen, das Programm auch im Jahr 2024 fortzuführen, um den Photovoltaik-Ausbau weiter anzukurbeln. Allerdings soll der Fokus der Förderungen verschoben werden. Künftig sollen Dächer von Mehrfamilienhäusern, insbesondere in der Umsetzung mit Mieterstrom-Modellen, im Fokus stehen. Von Mieterstrommodellen würden nicht nur Eigenheimbesitzer profitieren, sondern auch Mieter, die finanziell oft schlechter gestellt seien.

Im Integrierten Klimaschutzkonzept ist das Ziel festgehalten, bis zum Jahr 2030 insgesamt mindestens 146 Megawatt installierter Photovoltaik-Leistung auf den Aachener Dächern vorzuweisen, was in etwa einer Vervierfachung der aktuellen gesamten Anlagenleistung entspricht.

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