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Park des Karmelitinnen-Klosters darf nicht bebaut werden
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Park des Karmelitinnen-Klosters darf nicht bebaut werden

Der Planungsausschuss der Stadt Aachen hat am Donnerstagabend beschlossen, dass der Park des ehemaligen Karmelitinnen-Klosters am Lousberg nicht bebaut werden darf.

Die gesamte Anlage gehört einer insolventen Immobilien-Firma und soll verkauft werden. Die Angebotsfrist endet am 31. August 2021.

Das ehemalige Kloster steht seit 2009 leer und wird seit einer Woche von Aktivisten besetzt. Eine Gruppe junger Menschen will eine soziale Begegnungsstätte und Wohnraum schaffen unter dem Motto „Wohnraum für alle. Stadt von unten aufbauen.“ Die Aktivisten wollen den mit einem Insolvenzverfahren zusammenhängenden Leerstand nicht länger akzeptieren.

Oberbürgermeisterin Sybille Keupen stellt am Freitag (27. August) klar: „Die denkmalgeschützte Klosteranlage am Lousberg ist ein besonderer Ort. Diesen wollen wir schützen und die planungs- und baurechtlichen Grundlagen schaffen, damit das gesamte Areal verantwortungsvoll in die Zukunft geführt wird. Insbesondere der Klostergarten mit seinem alten Baumbestand muss erhalten werden. Ich begrüße daher das einhellige und starke Votum der Politik, das den bereits eingeschlagenen Weg der Stadt Aachen unterstützt.“

In der vergangenen Woche haben die Besetzer mit Renovierungsarbeiten begonnen und viele Programme ausgerichtet. Dazu haben sie einen Sportraum mit regelmäßigen Boxtrainings eingerichtet, einen Umsonstladen, eine Siebdruckwerkstatt und auch einen Kiosk. Am Freitag hat man dann auch einen Bereich für Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Menschen eingeweiht. Viele Leute seien einfach mit ihren Ideen gekommen und hätten zusammen Projekte umgesetzt, teilen die Besetzer mit.

Veröffentlicht: Freitag, 27.08.2021 06:03

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