
Noch ist unklar, ob der Anstieg bei den Fahrgastzahlen im ÖPNV nur auf das Deutschlandticket zurückzuführen ist.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben jedenfalls mehr Menschen die Busse der ASEAG genutzt als vor einem Jahr. Die ASEAG hat uns berichtet, dass sie im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 neun Prozent mehr Tickets verkauft hat.
Allerdings sind die Fahrgastzahlen bei der ASEAG schon vor der Einführung des Deutschlandtickets im Mai gestiegen. Das könne auch daran liegen, dass nach den Corona-Jahren wieder mehr Menschen Bus fahren. Eine genauere Beurteilung sei erst Anfang 2024 möglich, so die ASEAG zu Antenne AC.
Die ASEAG ist grundsätzlich mit Bewertungen von Ticketverkäufen und Fahrgastzahlen aus ihrem automatischen Fahrgastzählsystem im Vergleich zu Vorjahren zurückhaltend. Das automatische Fahrgastzählsystem in den Bussen sei bisher nur in einem kleineren Teil der Fahrzeuge installiert, so dass keine ganz verlässlichen Aussagen möglich sind.
Der AVV hat auf unsere Anfrage hin mitgeteilt, dass er bis Ende August ca. 182.000 Deutschlandtickets verkauft hat (incl. Deutschlandticket Schule). Insgesamt seien 46 Prozent der Abonnenten ins Deutschlandticket gewechselt und es wurden 24 Prozent zusätzliche Abonnenten gewonnen.
Zuletzt (am 21.9.) hat das Statistische Bundesamt gemeldet, dass die Einführung des Deutschlandtickets im ersten Halbjahr mit zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen bei Bussen und Bahnen beigetragen hat. Demnach waren bundesweit fast 5,3 Milliarden Gäste im Linienverkehr unterwegs - 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.