
Oebel: Noch 100 Filialen übrig
Die Aachener Großbäckerei Oebel hat seit ihrem Insolvenzantrag schon rund ein Drittel der ursprünglich 153 Filialen geschlossen.
Aktuell sind noch rund 100 Filialen in Betrieb, hat eine Sprecherin des Insolvenzverwalters am Montag der dpa gesagt. Allein am Montag seien aufgrund von schon vor der Insolvenz gekündigten Mietverträgen, urlaubszeitbedingten Abwesenheiten und Kündigungen seitens der Mitarbeiter zwölf Filialen geschlossen worden.
Der Geschäftsbetrieb laufe aber im Übrigen weiter, auch die Investorensuche dauere noch an.
Oebel hat am 9. Juli beim Amtsgericht Aachen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, am 1. Oktober ist das Insolvenzverfahren formell eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter ist Dirk Wegener von der Wirtschaftskanzlei dhpg bestellt worden.
Die Großbäckerei Oebel hat vor dem Insolvenzantrag rund 940 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Frage, wie viele von ihnen das Unternehmen mittlerweile verlassen haben, hat sich die Sprecherin des Insolvenzverwalters nicht geäußert.
Die Zahl der Bäckereien in Deutschland schrumpft seit Jahren. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks ist die Zahl der Handwerksbäckereien in den letzten 60 Jahren von rund 55 000 im alten Bundesgebiet auf 10 926 Betriebe mit rund 35.000 Filialen im gesamten Bundesgebiet gesunken. Einer der Gründe dafür ist das wachsende Angebot an Broten und Backwaren in Supermärkten und bei Discountern.
Veröffentlicht: Montag, 07.10.2019 15:03