
Noch Aktivisten in Gewahrsam
Im Zusammenhang mit den Protestaktionen gegen die Räumung und den Abriss des Weilers Lützerath im Braunkohletagebau Garzweiler 2 sind noch mehrere Aktivisten in Polizeigewahrsam.
Laut der Aachener Polizei handelt es sich um Personen, deren Identität man bisher nicht hat feststellen können. Die genaue Zahl der Festgehaltenen hat man nicht genannt.
Die Protestgruppe "Gegenangriff - für das gute Leben" berichtet von zwei Aktivisten, die wegen der Besetzung eines Schaufelradbaggers am Montag im Tagebau Hambach noch in Gewahrsam sind, weil sie die Angabe ihrer Personalien verweigern. Die Gruppe fordert deren sofortige Freilassung.
Das Bündnis "Lützerath Lebt" hat seine Aktionen zivilen Ungehorsams und die nur unklare Abgrenzung von Gewalt verteidigt. Denn die wahre Gewalt gehe vom Energiekonzern RWE aus, der die unter Lützerath liegende Kohle abbaggern wolle. Die ganze Welt habe dabei zugesehen, wie Politik und Regierung die Privatinteressen des Milliardenkonzerns mit Gewalt durchgesetzt hätten. Deswegen sei die Gewalt der Klimaschützer vielleicht nicht legal, aber sehr wohl legitim. Und zwar dadurch, dass Menschen weltweit jeden Moment, wo der Bagger einen Zentimeter näher komme, sterben würden, ihre Existenzen verlieren würden und unsere Lebensgrundlagen zerstört würden. Wenn man diese Dimension wirklich verstehe, dann seien diese Maßnahmen zivilen Ungehorsams nichts dagegen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.01.2023 14:20