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NGG: Warnstreiks in der Süßwarenindustrie
© NGG Aachen
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NGG: Warnstreiks in der Süßwarenindustrie

Veröffentlicht: Freitag, 09.06.2023 08:47

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Für die Süßwarenindustrie kündigt die Gewerkschaft NGG flächendeckende Warnstreiks an.

In der laufenden Tarifauseinandersetzung fordert die NGG monatlich 500 Euro mehr für die unteren Lohngruppen und für alle anderen ein Lohn-Plus von 400 Euro. Außerdem sollen Azubis 200 Euro mehr im Monat verdienen und es soll eine monatliche Fahrtkostenpauschale von 50 Euro gewährt werden.

Denn die Süßwarenindustrie produziere momentan süßes Eis mit einem bitteren Beigeschmack – den Beschäftigten würden die Löhne schon lange nicht mehr schmecken, sagt Tim Lösch von der Gewerkschaft hier bei uns. 

In der StädteRegion Aachen werden jedes Jahr rund viereinhalb Millionen Liter Eis konsumiert - umgerechnet wären das rund 64,6 Millionen Kugeln (laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI)).

Aber egal ob Schokolade, Gummibären, Kekse oder eben Eis: „Wer in der Süßwarenindustrie in der Produktion am Band steht oder im Lager arbeitet, muss am Ende des Monats jeden Euro dreimal umdrehen. Gerade in den unteren Lohngruppen ist an den Jobs nur das süß, was produziert wird. Nicht aber das, was verdient wird“, so Lösch weiter.

Trotzdem hätten die Arbeitgeber – und dazu gehören Branchen-Giganten wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo, Nestlé oder Bahlsen – bisher keine Bereitschaft gezeigt, darauf mit einem angemessenen Lohnangebot zu reagieren. Die NGG habe deshalb die Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie vorerst abgebrochen. Daher werde der Juni zum "Streikmonat fürs Süße“.

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