
NGG: Ukraine-Flüchtlingen beistehen
Für Ukraine-Flüchtlinge hier in der StädteRegion Aachen fordert die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) den Beistand von Beschäftigten und Betrieben ein.
Von der Hilfe bei der Wohnungssuche über private Spenden bis hin zu Job-Angeboten – für die Unterstützung der Menschen komme es nicht nur auf den Staat an, sondern auch auf die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft. In Restaurants, Lebensmittelfabriken und Bäckereien arbeiten in der Städteregion Aachen seit jeher Menschen verschiedenster Kulturen zusammen - und das sei eine Stärke bei der Integration derer, die in wachsender Zahl zu uns kommen, so die NGG.
Die Gewerkschaft verurteilt den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Das dürfe aber nicht zu Anfeindungen gegen russischstämmige Menschen führen. Am Arbeitsplatz komme es darauf an, jetzt zusammenzustehen.
An die Betriebe im Lebensmittel- und Gastgewerbe appelliert die Gewerkschaft, jobsuchenden Flüchtlingen eine nachhaltige Perspektive zu geben. Die Firmen sollten tariflich bezahlte Arbeitsplätze mit Aufstiegsmöglichkeiten bieten und nicht nur prekäre Stellen wie Minijobs. Denn viele Ukrainer hätten einen hohen Bildungsabschluss und in ihrer Heimat als Fachkräfte gearbeitet. Sie seien auf gute Jobs angewiesen - gerade auch, um ihre Familien in dieser Notlage zu ernähren.
Land und Kommunen seien beispielsweise gefordert bei der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums, zusätzlichen Schul- und Kita-Plätzen und der Anerkennung ukrainischer Berufsqualifikationen. Wichtig seien auch schnelle und erleichterte Zugänge zu Sprachkursen.
Niemand wisse, wie lange der Krieg noch dauert, aber wenn die Flüchtlinge in ihr Land zurückkehren können, sollten sie sich an die Hilfe hier erinnern. An freundliche und hilfsbereite Kollegen, Chefs und Ämter, so die NGG weiter.
(Bild: Sprachkurs)
Veröffentlicht: Montag, 04.04.2022 08:59