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NGG: Jetzt in Corona-Tourismus-Flaute aus- und weiterbilden!
© NGG Aachen
Flaute in der Gaststätte: Corona hat zu einem Einbruch in der Beherbergungs- und Gastrobranche geführt. Unternehmen sollten die Kurzarbeit jetzt nutzen, um ihre Beschäftigten weiterzubilden, so die Gewerkschaft NGG.
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NGG: Jetzt in Corona-Tourismus-Flaute aus- und weiterbilden!

Die Corona-Pandemie hat in der StädtRegion Aachen zu einem kräftigen Minus im Tourismus geführt.

Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben im ersten Halbjahr 2020 rund 163.000 Gäste weniger die Städteregion besucht – das entspricht einem Minus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen ist um 48 Prozent auf etwa 370.000 gesunken.

(Die NGG beruft sich auf Zahlen des Statistischen Landesamts.)

Laut der NGG leiden unter der Situation nicht nur die Unternehmen. Die Folgen seien auch für Köche, Kellner und Hotelangestellte dramatisch. Als Kurzarbeiter hätten sie deutliche Lohneinbußen in Kauf nehmen müssen – und das in einer Branche, die ohnehin nur geringe Löhne zahle“, heißt es.

Jetzt würden viele Beschäftigte mit Sorge auf die Herbst- und Wintersaison blicken.

Allerdings habe die Kurzarbeit bisher auch einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können. Dank staatlicher Hilfen sei eine Pleitewelle im Gastgewerbe ausgeblieben.

Die Gewerkschaften hätten sich in Berlin seit Beginn der Pandemie für das Kurzarbeitergeld starkgemacht und durchgesetzt, dass es bis Ende nächsten Jahres verlängert wird. So kämen Beschäftigte und Betriebe besser durch diese schwere Zeit, sagt die Gewerkschaft.

Die NGG appelliert jetzt an die Unternehmen, die Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu nutzen. Wer wegen Corona nicht arbeiten könne, solle die Möglichkeit einer beruflichen Weiterbildung bekommen. Das sei ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel, der in Hotels und Restaurants unabhängig von der Pandemie eklatant ist. Und Beschäftigte könnten einen Schritt auf der Karriereleiter machen – etwa von der Küchenhilfe zur Köchin, vom Restaurantfachmann zum Hotelfachmann.

Außerdem müssten Beschäftigte auch im Gastgewerbe für die Digitalisierung fit gemacht werden. Hier berge die Krise eine große Chance.

Im Hotel- und Gaststättengewerbe der Städteregion Aachen arbeiten rund 10.500 Menschen.



Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 09:02

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