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NGG: Gastro-Branche sucht händeringend Personal
© NGG Aachen
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NGG: Gastro-Branche sucht händeringend Personal

Veröffentlicht: Dienstag, 22.08.2023 08:55

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Die Gastro-Branche hier bei uns leidet unter akuter Personalnot, klagt die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) in Aachen.

Aktuell würden in der StädteRegion beispielsweise über 130 Köche und über 60 Auszubildende gesucht.

Deswegen hätten viele Lokale kürzer geöffnet, einen zusätzlichen Ruhetag eingerichtet, den Mittagstisch komplett gestrichen oder die Küche früher geschlossen.

„Immer häufiger stehen Gäste vor verschlossenen Türen. Wer zum Essen rausfährt oder etwas trinken möchte, sollte sich besser vorher im Internet oder per Anruf erkundigen, ob das Lokal auch offen hat. Und vor allem, wie lange es warme Küche gibt“, rät der Aachener NGG-Geschäftsführer Tim Lösch. "Der Trend ist klar: Die Gastronomie kocht und bedient nur noch auf Sparflamme.“

In der Branche müsse sich daher einiges ändern. Höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten seien der Schlüssel für mehr Personal, so die NGG. Sie fordert für die Zukunft einen „Gastro-Start-Lohn“ von 3.000 Euro brutto pro Monat für alle, die in der Hotellerie und Gastronomie nach ihrer Ausbildung in einem Vollzeit-Job weiterarbeiten. Das müsse die Branche hinbekommen. Denn wer seine Ausbildung in der Küche, im Service oder im Hotel abgeschlossen hat, brauche eine klare Perspektive.

Von fairen Löhnen seien viele Beschäftigte der Branche allerdings heute immer noch weit entfernt: „Tatsächlich schrammen Köche und Kellnerinnen in der Städteregion Aachen ziemlich oft nah an der Mindestlohnkante von 12 Euro pro Stunde entlang. Ein Großteil der Gastro-Betriebe zahlt noch immer keinen Tariflohn. Das ist ein Unding, wenn man gute Leute sucht“, sagt Lösch.

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