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NGG: Chancen und Risiken der Digitalisierung
© NGG
Schaltraum statt Fließband: In Fabriken – wie hier der Lebensmittelindustrie – übernehmen Computer immer mehr Arbeiten. Aber durch die Digitalisierung entstehen auch neue Arbeitsplätze, sagt die Gewerkschaft NGG – wenn Firmen rechtzeitig auf die Qualifizierung der Beschäftigten setzen.
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NGG: Chancen und Risiken der Digitalisierung

Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte in der Städteregion Aachen Tausende Jobs kosten, warnt die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten).

24 Prozent der Arbeitsplätze hier bei uns sind demnach durch Digitalisierungsmaßnahmen in Gefahr (laut einer Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)). Bei diesen Stellen könnten schon heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden.

Grundsätzlich könne aber die Digitalisierung sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau. Angesichts von immer mehr Homeoffice und Videokonferenzen habe die Corona-Pandemie dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben.

"Dort, wo Mitarbeiter für die digitale Zukunft fit gemacht werden, kann die Industrie 4.0 eine große Chance sein“, sagt Diana Hafke, Geschäftsführerin der NGG Aachen. Nötig sei jedoch eine Qualifikationsoffensive. Wer seine Mitarbeiter jetzt nicht fortbilde, verschlafe die Veränderungen in der Arbeitswelt. „Dabei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. Sie wissen, wo der Bedarf in der Firma am größten ist.“

Ein gutes Beispel sei die Ernährungsindustrie in der StädteRegion Aachen, die mit rund 5.700 Beschäftigten ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor“ sei. „In der Branche kümmern sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren darum, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht zulasten der Mitarbeiter gehen. In der Pandemie handeln sie Regeln aus, damit die Heimarbeit etwa in Verwaltungsjobs die Menschen nicht rund um die Uhr belastet“, so Hafke. Viele Beschäftigte, die früher am Fließband gestanden hätten, arbeiteten heute in der Qualitätskontrolle. Und Lagerlogistiker bauten auf die Unterstützung von vernetzten Computern, die Zutaten automatisch dann bestellen, wenn sie zur Neige gehen.

Veröffentlicht: Montag, 24.08.2020 08:12

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