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NGG: "Azubi-Vakuum" bei den Bäckereien
© NGG Aachen
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NGG: "Azubi-Vakuum" bei den Bäckereien

Veröffentlicht: Mittwoch, 28.06.2023 08:47

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Den Bäckereien in der StädteRegion Aachen fehlt der Nachwuchs.

Laut der Gewerkschaft NGG in Aachen arbeiten in den 21 Bäckereien und 63 Verkaufsfilialen hier momentan nur rund 120 Auszubildende. Vor knapp zehn Jahr waren es noch über 220.

Die NGG warnt daher vor einem "Azubi-Vakuum".

Das liege vor alllem an der geringen Vergütung: Sie rangiert mit 680 Euro pro Monat im ersten und 885 Euro im dritten Ausbildungsjahr im unteren Drittel aller Ausbildungsberufe, deswegen gebe es auch sehr viele Abbrecher.

Die laufenden Verhandlungen über einen neuen bundesweiten Tarifvertrag für Auszubildende sind laut der Gewerkschaft vorerst gescheitert. Die NGG fordert eine Anhebung der Ausbildungsvergütung auf 850 Euro im ersten und auf 1.075 Euro pro Monat im dritten Ausbildungsjahr. In einem zweiten Schritt müssten Bäckerei-Azubis dann 950 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildung anfangen. Im letzten Ausbildungsjahr will die NGG schließlich 1.100 Euro pro Monat für den Bäckerei-Nachwuchs erreichen. Zusätzlich fordert sie ein „Ausbildungs-Ticket“ von 49 Euro, um die Azubis mobil zu machen.

Das seien zentrale Forderungen, die schon auf dem Tisch lägen, so die Gewerkschaft. Die sollten eigentlich bundesweit für das gesamte Bäckereihandwerk gelten, aber dann hätten die Arbeitgeber "einen Rückzieher gemacht“.

Jetzt komme es darauf an, dass das Bäckerhandwerk in der Städteregion Aachen Druck auf den eigenen Innungsverband mache.

„Andernfalls würde ich für 2030 keine Wette mehr auf das Sortiment und die Fülle an frischen Sonntagsbrötchen, die die Bäckereien heute noch bieten, mehr abschließen“, sagt der hiesige NGG-Geschäftsführer Tim Lösch.

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