
In der StädteRegion Aachen gibt es einen Azubi-Mangel, meldet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Aachen.
Aktuell seien hier bei uns 543 Ausbildungsstellen unbesetzt, 34 davon im Gastgewerbe. Gleichzeitig hätten in ganz NRW über 20 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keinen Berufsabschluss.
Somit hätten viele junge Menschen nicht die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt - auch was den Lohn angehe.
Die Gewerkschaft befürchtet einen „gefährlichen Trend“: Jugendliche, die maximal einen Hauptschulabschluss haben, schafften immer seltener den Sprung in eine Ausbildung. Jugendliche müsstn intensiver gefördert und für eine Ausbildung fit gemacht werden - das sei Aufgabe der Arbeitsagenturen, Jobcenter und Unternehmen.
Betriebe sollten auf „Azubi-Lotsen“ setzen, die sich aktiv darum kümmern, überhaupt erst einmal an junge Menschen heranzukommen. Dann gehe es darum, sie für Ausbildungsberufe zu begeistern. Und wenn Jugendliche beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen hätten, könne das für den Betrieb auch bedeuten, drei Jahre lang Nachhilfe anzubieten. Denn das Pensum, das die Berufsschulen haben, überfordere viele junge Menschen.
Ab diesem Sommer gebe es für Jugendliche außerdem Rückenwind aus Berlin: „Der Bundestag hat eine Ausbildungsgarantie beschlossen. Ab August haben junge Menschen damit Anspruch auf eine Ausbildung. Wer keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden hat, bekomme das Recht auf eine außerbetriebliche Ausbildung.
Weil die Ausbildung in einem Betrieb – also „mitten im Berufsleben“ - attraktiver sei, spricht sich die NGG Aachen zudem für eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie aus. Dabei würde alle Betriebe in einen Fonds einzahlen. Wer ausbilde, bekomme dann aus diesem Ausbildungstopf einen Großteil der Kosten erstattet – etwa für die Vergütung, die Azubis bekommen.