
Neues Telemedizin-Netzwerk - Uniklinik Aachen dabei
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.10.2023 09:24
Die Aachener Uniklinik der RWTH Aachen ist am neuen Netzwerk für Telemedizin beteiligt.
Das Projekt „Universitäres Telemedizin Netzwerk (UTN)“ soll national flächendeckend dafür sorgen, dass es eine standardisierte elektronische Datenerfassung mittels Telemedizin für die Forschung gibt und es soll sie auch infrastrukturell dauerhaft unterstützen.
Ziel ist, dass am Ende alle Unikliniken die telemedizinischen Strukturen einheitlich, einfach und kostengünstig nutzen können.
Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt es dafür 3,8 Millionen Euro Fördergeld.
So will man beispielsweise bei Covid-19 die Langzeitfolgen und deren Risikofaktoren erfassen - besonders bei Patienten nach Entlassung aus dem Krankenhaus. Dabei soll das UTN auch die Anwendung von Telemedizin durch die Beobachtung von Patientengruppen analysieren.
Das Universitäre Telemedizinnetzwerk (UTN) wird in das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und die Medizininformatik-Initiative (MII) eingebettet. Dabei werden die NUM-Standorte als zentrale Anlaufstellen dienen.
Das Netzwerk Universitätsmedizin hat das Ziel, die Maßnahmenpläne, Diagnose- und Behandlungsstrategien aller deutschen Universitätskliniken für (Long) COVID-19-Patienten zu bündeln und zu analysieren. Das Programm konzentriert sich auf schnelle Unterstützung und betont die Bedeutung der kliniknahen Forschung, die unmittelbar in die Versorgung einfließt. Es strebt auch nachhaltige Strukturen an, die über das Projekt hinaus bestehen bleiben und die Reaktionsfähigkeit auf zukünftige Krisen verbessern sollen.
Die Gesamtleitung des Projekts liegt in den Händen des Sprecherduos Prof. Dr. Anja Schneider und Prof. Dr. Gernot Marx. Am Standort Aachen werden sie dabei durch Prof. Dr. Carina Benstöm unterstützt. Sie wird die Projektsteuerung und Koordination übernehmen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Im UTN haben sich international renommierte Top-Expertinnen und -Experten aus Forschung und Klinik zusammengefunden. Dieser interdisziplinäre Ansatz, der sich schon in anderen Projekten des NUMs als sehr erfolgreich herausgestellt hat, werde zum Gelingen des Projekts beitragen, betonen Schneider und Marx.