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Neuer Vorschlag der Unikliniken
© Antenne AC
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Neuer Vorschlag der Unikliniken

Die Universitätskliniken in NRW haben in der laufenden Tarifauseinandersetzung jetzt ein Konzept vorgestellt, das die Pflegekräfte in der direkten Patientenversorgung einfach, unbürokratisch und fair bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe unterstützen soll.

Demnach würden alle, die in der Pflege am Patienten arbeiten, Entlastungstage bekommen, die sie als freie Tage nehmen können. Gleichzeitig werde der vereinbarte Personalaufbau in mehreren Stufen realisiert.

So müsse man nicht um einzelne Belastungssituationen streiten und auch keine zusätzliche Bürokratie schaffen, um komplizierte Regeln nachzuhalten“, sagt Peter Asché, der Kaufmännische Direktor der Aachener Uniklinik.

Aktuell laute der Vorschlag der Universitätskliniken, den Pflegekräften im Schichtdienst in der ersten Entlastungsstufe fünf zusätzliche freie Tage zu ermöglichen. Gelinge der Personalaufbau und damit auch die Entlastung in der täglichen Arbeit, werde die Anzahl der freien Tage stufenweise reduziert.

Man baue über diesen innovativen Weg Personal auf, heißt es.

Das Konzept ist am Freitagmorgen in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften vorgestellt worden.

In einer ersten Reaktion hat sich sich die Verdi-Landesfachbereichsleiterin für Gesundheit und soziale Dienste, Kathrina Wesenick, enttäuscht gezeigt. "Das ist eine Mogelpackung", so Wesenick zur dpa. "Der Vorschlag spaltet die Belegschaften und ist gegebenenfalls weiter patientengefährdend." Das Konzept berücksichtige nur Teile der in der Pflege Beschäftigten und sehe für sie eine pauschale Regelung von fünf zusätzlichen freien Tage vor. Damit sei ein Funktionieren der wichtigen Versorgungsketten in den Kliniken weiter nicht gewährleistet.

Veröffentlicht: Freitag, 10.06.2022 10:20

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