
Neue Masken-Qualitäts-Tests der RWTH
Ein neues Testverfahren für FFP2-Masken und Filtermaterialien haben jetzt Wissenschafttler der RWTH Aachen zusammen mit Partnern aus der Region entwickelt.
Denn die Krankenhäuser hier benötigen inzwischen deutlich mehr solcher Schutzmasken - und weil sie teilweise neue Lieferanten haben, brauchen sie eine gute Qualitätskontrolle.
Am Messstand in der Aachener Verfahrenstechnik (AVT) sind in den letzten Wochen schon viele Masken geprüft und bewertet worden.
Das Testverfahren ist nicht nur deutschlandweit für Kliniken gedacht, sondern auch für andere Einrichtungen wie Feuerwehren und Rettungsdienste.
Das Verfahren orientiert sich an den entsprechenden DIN-Normen und testet die Masken als Ganzes inklusive Verarbeitung. Die AVT prüft in drei Stufen: Zunächst gilt es, den Sitz der Maske auf einem Puppenkopf zu beurteilen. Ein guter Sitz stellt sicher, dass keine Viren an der Maske vorbei in die Atemwege gelangen können. Anschließend zeigen Messungen in einem Maskenhalter die Filtrationsleistung. Schließlich werden die Eigenschaften des eigentlichen Filtermaterials geprüft, um Fehlerquellen zu identifizieren. Wenn hochwertiges Filtermaterial ohne Fehlstellen zu einer gutsitzenden Maske verarbeitet wurde, könne man das eindeutig feststellen. Die Krankenhäuser werden umgehend informiert und können auf dieser Basis über die weitere Verwendung der Masken entscheiden.
Veröffentlicht: Freitag, 15.05.2020 13:14