
Neue Infos zur Klage gegen Tihange 2
Die Klage der "DreiländerRegion" gegen das belgische Pannen-AKW Tihange vor dem Gericht der 1. Instanz geht in die entscheidende Phase.
Jetzt haben die Anwälte der StädteRegion Aachen nochmal die Stellungnahme der deutschen Reaktorsicherheitskommission entkräftet, die von der gegnerischen Seite immer wieder ins Feld geführt wird. Denn die darin erwähnten Berechnungsmethoden für die Rissfelder seien nach wie vor fraglich und nicht experimentell abgesichert.
Außerdem würden sich die Prüfungen und Bewertungen der Kommission nur auf Unterlagen der belgischen Atomaufsicht und des Betreibers berufen, sagt Städteregionsrat Grüttemeier. Er warnt vor einer leichtfertigen Interpretation des Gutachtens.
Im Juni nächsten Jahres wird vor dem belgischen Gericht verhandelt, vorher sollen noch der Betreiber Electrabel und die belgische Atomaufsicht FANC zu Wort kommen.
Tihange 2 ist im Juli nach rund einem Jahr Stillstand wieder ans Netz gegangen. Schon Anfang Oktober hat man den Reaktor wegen technischer Probleme erneut herunterfahren müssen.
Veröffentlicht: Dienstag, 12.11.2019 15:02