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Neue große Streuobstwiese in Aachen
© Stadt Aachen/Harald Beckers
Die Stadt Aachen hat im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd zwischen Vennbahnweg und Neuenhofstraße eine neue Streuobstwiese mit 50 Obstbäumen angelegt – hier der Blick vom Vennbahnweg auf die Wiese.
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Neue große Streuobstwiese in Aachen

In Aachen im Süden Eilendorfs hat die Stadt eine neue Streuobstwiese im Gewerbegebiet angelegt.

Die Wiese befindet sich auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern (1,3 Hektar) zwischen der Neuenhofstraße und dem Vennbahnweg.

Dort sind 50 Obstbäume mit heimischen Sorten gepflanzt worden - darunter Mirabellen, Eisenäpfel, Rheinische Krummstiele, Klaräpfel, Aachener Hausäpfelchen, Hauszwetschgen, Knorpelkirschen, Butterbirnen und Knorpelkirschen („Große Schwarze“).

Die Obstwiese ist eine Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet Neuenhofstraße/Fringsbenden.

Aachens Klima- und Umweltdezernent Heiko Thomas ist happy, dass die Bäume gepflanzt worden sind. Denn noch ist die Baumbilanz der Stadt Aachen negativ und er will sie so schnell wie möglich wieder aufbessern. „Ich bin froh über jeden neuen Baum, den wir oder auch Privatleute pflanzen“, sagt Thomas.

Die Stolberger Gartenbau-Firma Wilden und Klocke hat die Bäume seit Anfang Januar auf der Wiese gepflanzt und übernimmt auch die Pflege und das Bewässern der Bäume bis Ende 2027.

„Wegen der immer heißeren Sommer nehmen wir inzwischen bei Ausschreibungen mehr Bewässerungsgänge auf. Denn auch dreijährige Bäume tun sich immer schwerer anzuwachsen, wenn man ihnen nicht hilft“, sagt der städtische Baufachmann Wolfgang Kirch.

Zäune zur Neuenhofstraße und zu einem benachbarten Privatgrundstück sollen verhindern, dass auf der Wiese wild geparkt oder auch Müll abgeladen wird. Das ist auf dieser früher landwirtschaftlich genutzten Wiese immer wieder in der Vergangenheit passiert. Zurzeit verhandelt die Stadt noch mit Landwirten darüber, wie die Streuobstwiese in Zukunft bewirtschaftet und genutzt werden kann. Nach bisheriger Planung soll die Streuobstwiese vom Vennbahnweg aus frei zugänglich sein.

Ökologisch werden sich die 50 Obstbäume auf alle Fälle auf das Umfeld auswirken. Hanna Bümmerstede, Leiterin der Abteilung Natur und Baumschutz im Fachbereich Umwelt und Klima, betont: „Streuobstwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt. In Bodennähe finden Igel, Feldspitzmäuse, viele Schmetterlings-, Ameisen- und Käferarten eine Heimat, in der oberen Etage viele Vogel- und Fledermausarten, besonders auch Höhlenbrüter wie der Grünspecht oder der Steinkauz.“

Während in den 1950er Jahren nahezu jedes Dorf von einer Streuobstwiese umrahmt wurde, hat ihre Zahl bis zur Jahrtausendwende kontinuierlich abgenommen.

Die Stadt Aachen hat vor etwa 15 Jahren mit der Neupflanzung von Streuobstwiesen begonnen. Der Start war an der Pascalstraße. Heute besitzt die Stadt etwa 200.000 Quadratmeter (20 Hektar) Streuobstwiesen, dazu kommen private Flächen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.02.2023 16:17

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