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Nationalpark Eifel wird größer
© A. Niemeyer-Lüllwitz
Der Nationalpark Eifel aus der Luft
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Nationalpark Eifel wird größer

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.08.2025 10:13

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Den Nationalpark Eifel haben letztes Jahr über 1,4 Millionen Menschen besucht - so viele wie noch nie.

Die meisten Besucher kamen im Mai und im August.

Dazu haben sich seltene Tierarten wie Schwarzstorch, Wildkatze und Bechsteinfledermaus weiter ausgebreitet (siehe Bildergalerie unter dieser Meldung) - inzwischen leben über 11.400 Arten im Park, gut 2.000 von ihnen stehen auf der Roten Liste.

Um den Tieren neue Lebensräume zu schaffen und den Artenschutz zu stärken, soll das Schutzgebiet nochmal um bis zu 750 Hektar Landeswald wachsen. hat man bei der Vorstellung des Jahresberichts am Donnerstag mitgeteilt. 

Auch die Umweltbildung boomt: Über 23.000 Menschen haben 2024 an Führungen und Veranstaltungen teilgenommen. Die Nationalparkverwaltung sieht die Entwicklung als Gemeinschaftserfolg und will die Erfolgsgeschichte mit der Region fortschreiben.

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Details zur geplanten Erweiterung des Nationalparks:

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Bei den geplanten Erweiterungsflächen handelt es sich um Wälder mit einer Größe von rund 600 Hektar, die seit Einrichtung des Nationalparks gezielt dafür vom Land erworben wurden. 

Darüber hinaus haben das Umweltministerium und das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz vereinbart, weitere rund 150 Hektar Landeswald in den Nationalpark einzubringen. Schwerpunkte der geplanten Erweiterung liegen entlang der Rur bei Simmerath, in Heimbach und Hürtgenwald-Zerkall. 

Die Nationalparkverwaltung erarbeitet derzeit einen genauen Abgrenzungsvorschlag. Wie bei den bestehenden Nationalparkflächen sollen auch in den Erweiterungsflächen das Management und das Wegenetz eng mit der Region abgestimmt werden. 

Im Rahmen der Wildnis-Initiative des Landes soll eine weitere landeseigene Fläche mit einer Größe von rund 70 Hektar nördlich des Nationalparks bei Zerkall als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen werden. 

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Nationalpark Eifel wird größer

28.8.2025: Die Nationalparkverwaltung stellt gemeinsam mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer und Elke Reichert, Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen, den Jahresbericht für 2024 vor.

© Nationalpark Eifel/M. Menninghaus

Nationalpark Eifel wird größer

Erfreuliche Nachrichten aus der Forschung: 2024 gelang der Erstnachweis einer mindestens 24 Tiere umfassenden Wochenstubenkolonie der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) im Nationalpark Eifel. Es handelt sich um eine sogenannte „Urwaldart“, die sich in Baumhöhlen totholzreicher Wälder wohlfühlt.

© M. Koch

Nationalpark Eifel wird größer

Auch besonders störungsempfindliche und seltene Arten finden im Nationalpark Eifel eine Heimat: 2024 zogen zwei Schwarzstorch-Paare jeweils drei Jungvögel groß. Forschende entdeckten 2025 weitere Horste.

© Jan-Roeland Vos

Nationalpark Eifel wird größer

Seit der ersten Permanenten Stichprobeninventur (PSI) im Jahr 2011 hat sich der Wald durch extreme Witterungsereignisse und Borkenkäfer verändert: Es gibt immer mehr Totholz in den Nationalpark-Wäldern, von dem vor allem viele Vögel- und Käferarten profitieren. Auch eine Entwicklung in Richtung Laubwald ist festzustellen.

© Dr. M. Röös

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