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Nach Flucht aus Psychatrie: Angeklagter legt Geständnis ab
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Nach Flucht aus Psychatrie: Angeklagter legt Geständnis ab

Vor dem Landgericht Kleve hat am Mittwoch ein 44-jähriger Angeklagter ein Geständnis abgelegt. Der Mann soll vor rund einem Jahr mit einem Komplizen aus der geschlossenen Psychiatrie in Bedburg-Hau ausgebrochen und nach Aachen geflohen sein. Die beiden Straftäter mussten eine Haftstrafe wegen schwerem Raub absitzen und waren wegen einer Suchterkrankung in der Forensik untergebracht.

Der Angeklagte gab zu, dass er einem Pfleger ein Messer an den Hals gehalten und ihn gezwungen hat, ihn und seinen Komplizen aus der Anstalt zu bringen. Die Tat ereignete sich Ende Mai 2020.

Laut dem Gericht sollen die beiden Straftäter das Auto des Pflegers genommen und damit nach Aachen gefahren sein. Die Polizei soll die Flüchtigen am nächsten Tag entdeckt haben.

Der Komplize des Angeklagten wurde bei dem Einsatz von der Polizei erschossen, weil er eine unbeteiligte Frau auf einem Spielplatz mit einem Messer bedroht und die Waffe trotz mehrerer Warnungen nicht fallengelassen hatte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem verbliebenen Angeklagten unter anderem Geiselnahme, besonders schweren Raub und Widerstand vor.

Veröffentlicht: Mittwoch, 19.05.2021 11:06

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