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NABU-Sorgen um NSG Seffent
© Dietmar Kottmann/NABU Aachen
Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.
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NABU-Sorgen um NSG Seffent

Veröffentlicht: Mittwoch, 18.01.2023 13:01

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Der Naturschutzbund NABU in Aachen sorgt sich um das Aachener Naturschutzgebiet (NSG) Seffent mit den Sieben Quellen und dem Wilkensberg.

Anlass ist der Verkauf großer Teile des Gebiets durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) an die Campus GmbH.

Dabei sei der NABU nicht über die Verkaufspläne informiert worden, obwohl die anerkannten Naturschutzverbände ein gesetzliches Vorkaufsrecht bei Flächen in Naturschutzgebieten besäßen.

Der NABU hat das Umweltministerium gebeten, die gesetzlich vorgeschriebenen Vorkaufsrechte sicherzustellen und den Eigentumsübertrag an die Campus GmbH zu stoppen.

Das Naturschutzgebiet Seffent sei nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel zum Spazierengehen, es sei auch besonders wertvoll für den Schutz des alten Baumbestands sowie einzigartiger Strukturen und Arten: So trete durch eine geologische Besonderheit in den sogenannten Quelltöpfen der Sieben Quellen Wasser an die Oberfläche. In diesen Quelltöpfen hätten sich beispielsweise schützenswerte Wasserpflanzen und der seltene Höhlenflohkrebs angesiedelt.

Das Gebiet ist jüngst schon wegen umstrittener Baumfällungen und eines Zaunbaus, der neue Baumpflanzungen schützen soll, öffentlich thematisiert worden. Der auf Veranlassung des staatlichen Forstamts vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) errichtete Zaun sei aber eine äußerst zweifelhafte Maßnahme. Denn er zerstöre die Eigenart und Ästhetik des Gebiets. Außerdem gebe es Maßnahmen, Einzelbäume zu schützen, die deutlich weniger invasiv und effektiver seien. Somit stellt der Zaunbau nach Ansicht des NABU eine Ordnungswidrigkeit dar, weil weder die Naturschutzverbände noch der Naturschutzbeirat der Stadt beteiligt wurden, noch eine Befreiung der unteren Naturschutzbehörde der Stadt vorliege und auch nicht begründbar wäre.

Dem Naturschutzgebiet fehle es an einem Gesamtkonzept. So müssten zum Beispiel die Besucher besser gelenkt und der Eintrag von Sedimenten in die wertvollen Quelltöpfe gestoppt werden.

Ziel sollte sein, dass die einzigartige Natur erhalten und gleichzeitig heute wie in Zukunft besucht und erlebt werden kann, ohne die Schutzziele zu gefährden.

Der NABU weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass ganz unabhängig von Zäunen hier – wie in allen Naturschutzgebieten – die Verpflichtung besteht, auf den Wegen zu bleiben und Hunde an die Leine zu nehmen.

Der NABU Aachen befürchtet, dass es in der Betreuung des Gebiets an der naturschutzfachlichen Kompetenz fehlt. Er hat sich daher mit einem Brief direkt an das Umweltministerium gewandt, um zu fordern, dass die Landesfläche stattdessen in die Obhut der Bezirksregierung Köln gelangt oder bei einem Verkauf den Naturschutzverbänden angeboten wird.

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Ortstermin des Bürgerforums am 24.1.

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Das Aachener Bürgerforum lädt alle Interessierten für den 24. Januar ab 17 Uhr zu einem Ortstermin in den Wintergarten des Restaurants „Sieben Quellen Hof“ ein. Diskutiert wird das Thema "Einzäunung im Naturschutzgebiet Sieben Quellen in Seffent". Damit widmet sich das Bürgerforum vor Ort einem Thema, das seit Ende Dezember 2022 in Teilen der Bevölkerung Informations- und Klärungsbedarf hervorruft.

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NABU-Sorgen um NSG Seffent

Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.

© Dietmar Kottmann/NABU Aachen

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Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.

© Dietmar Kottmann/NABU Aachen

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Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.

© Dietmar Kottmann/NABU Aachen

NABU-Sorgen um NSG Seffent

Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.

© Dietmar Kottmann/NABU Aachen

NABU-Sorgen um NSG Seffent

Das Naturschutzgebiet (NSG) Seffent im Westen Aachens mit Sieben Quellen und Wilkensberg.

© Dietmar Kottmann/NABU Aachen

NABU-Sorgen um NSG Seffent

Hier noch ein Foto vom August 2022, als die Sieben Quellen in Seffent wieder öffentlich zugänglich gemacht wurden.

© Peter Winandy

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