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NABU kritisiert Aachens Windenergie-Pläne
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NABU kritisiert Aachens Windenergie-Pläne

Die Stadt Aachen will die Windenergie im Stadtgebiet ausbauen. Insgesamt sind 19 Flächen aus Sicht der Verwaltung besonders geeignet. Der Naturschutzbund Stadtverband Aachen kritisiert die Pläne zusammen mit der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW.

An insgesamt sieben Bereichen lehnen die Naturschützer den Bau von Windenergieanlagen ab. Die Stadt müsse den Ausbau der Windkraftanlagen so organisieren, dass Natur- und Artenschutz nicht beeinträchtigt werden. Der Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt sind gleichrangige Ziele und nur zusammen zu erreichen, heißt es.

Als grundsätzliche Maßnahme fordert der NABU unter anderem, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu verringern - z.B. durch den Ausbau und eine Preissenkung im ÖPNV oder eine sinnvolle Gebäudedämmung. Eine weitere Maßnahme ist der Ausbau von Photovoltaikanlagen. In den Gewerbegebieten Eilendorf, Brand, Avantis und Campus Melaten fehlen immer noch Solaranlagen, kritisiert der NABU.

Veröffentlicht: Montag, 19.06.2023 13:14

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Der NABU-Stadtverband Aachen fordert als grundsätzliche Maßnahmen

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Die Bemühungen zur Einsparung von Strom und sonstiger Energie im Rahmen der Klimaschutzaktivitäten wesentlich zu erhöhen.

  • Den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu verringern (z. B. durch eine ökologisch sinnvolle Gebäudedämmung und -beheizung, Senkung des Stromverbrauchs, Ausbau und
  • Preissenkung des ÖPNV).
  • Eine wesentlich effizientere Nutzung vorhandener Energiequellen (z. B. durch Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme oder LED-Beleuchtung).
  • Alternativen zur Energieerzeugung durch Windkraft zu prüfen, insbesondere dezentrale Technologien (z. B. Geothermie, Photovoltaik oder Solarthermie). Selbst in neuen
  • Gewerbegebieten, etc. (Bsp. Eilendorf, Brand, Avantis, Campus Melaten) sowie auf vielen öffentlichen Gebäuden fehlen immer noch PV-Anlagen, dieses Potenzial ist vor Inanspruchnahme der freien Landschaft auszuschöpfen.
  • Die Nutzung eines Energiemixes, der durch seine Vielseitigkeit der Technologien am besten jeder Natur-, Lebens- und Bedarfssituation gerecht wird, insbesondere zur Absicherung der Grundversorgung.
  • Parallel zur Windkraft-Ausbau-Konzeption eine Freiraum (No-Go-Area)-Konzeption zu erarbeiten.
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Folgende Bereiche lehnt der NABU ab

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  1. Ackerflächen östlich des Fronrather Weges (nördlich Horbach) und östlich der Laurensberger Straße (südlich Horbach). Schutzgüter: Windkraftsensible Arten wie Kiebitz (Lokalpopulation), Rotmilan (Kernnahrungszone), Weißstorch, sowie Landschaftsbild.
  2. Ackerflächen öslich des Silberpadweges (nördlich Vetschau). Schutzgüter: Kiebitz-Lokalpopulation, Landschaftsbild
  3. Schneeberghang und westliches Schneebergplateau. Schutzgüter: Kiebitz-Lokalpopulation, Rotmilan-Kernnahrungszone, Kornweihen-Überwinterungsgebiet, Wanderfalke, Baumfalke, Landschaftsbild.
  4. Nördlich Orsbach. Schutzgüter: Kiebitz-Lokalpopulation, Rotmilan-Kernnahrungszone, Kornweihen-Überwinterungsgebiet, Wanderfalke, Baumfalke, Wespenbussard, Landschaftsbild.
  5. Stadtwald und Umgebung (Camp Hitfeld). Schutzgüter: Fledermaus-Vorkommen (mehrere Arten), Rotmilan-Kernnahrungszone, Landschaftsbild, Erholungsraum.
  6. Münsterländchen (entspricht im Landschaftsplanentwurf den Bereichen „Brander Wald mit Vorland“ und „Kornelimünster Vennvorland“). Schutzgüter: Baumfalke, Rotmilan-Kernnahrungszone, Landschaftsbild, Erholungsraum.
  7. Münsterwald (Bau weiterer Anlagen). Schutzgüter: Fledermaus-Vorkommen (mehrere Arten), Schwarzstorch, Rotmilan, Waldschnepfe, Landschaftsbild, Erholungsraum, Quellgebiet.
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