
Mronz: Olympische Spiele in Deutschland auch 2036 möglich
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.07.2023 08:38
Sportmanager Michael Mronz, der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART), hat nach wie vor den Traum, Olympische Spiele nach Deutschland zu holen.
Das sei auch im Jahr 2036 möglich - trotz der vom Nazi-Regime zur Propaganda genutzten Spiele vor dann genau 100 Jahren in Berlin.
Dazu sei es aber wichtig, frühzeitig Gespräche mit der jüdischen Gemeinde zu führen und sie in die Planung einzubinden. Olympische und Paralympische Spiele 2036 könnten eine Chance sein, ein Deutschland zu präsentieren, das weltoffen ist, das einladend ist, das nachhaltig ist, so Mronz.
Grundsätzlich liegt die Entscheidung über eine mögliche deutsche Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund. Möglich sind Bewerbungen für Spiele zwischen 2034 und 2040. Ob die Region Rhein/Ruhr zum Bewerber wird, ist offen. Grundsätzliches Interesse besteht aber. Keine Stadt oder Region könne derzeit die gewünschten 100 Prozent existierender Sportstätten vorweisen, sagt Mronz. In Nordrhein-Westfalen seien es aber 95 Prozent.
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass der DOSB eine gute Lösung finden und eine überzeugende Roadmap entwickeln wird", so der Sportmanager. "Wichtig dabei ist, dass diese nicht nur in Deutschland als Erfolg versprechend angesehen wird, sondern auch international. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."
Das Multisportevent Finals, das an diesem Wochenende in 18 Sportarten überwiegend in NRW ausgetragen wird, sei aber kein Testlauf. Jede Veranstaltung habe ihre eigene Identifikation und sei nie der Testlauf für etwas anderes. Die Finals hätten eine eigene Handschrift, sie seien genauso wie die European Championships ein "tolles Sportformat". Die Region Rhein/Ruhr biete für Veranstaltungen dieser Art ideale Möglichkeiten.