
missio lobt Bundesregierung für Religionsfreiheits-Bericht
Der neue Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit hilft nach Ansicht des katholischen Aachener Hilfswerks missio Millionen Betroffenen weltweit.
missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener sagt, die Bundesregierung habe die richtige Strategie entwickelt, um mit Pragmatismus, einem ausdrücklichen politischen Willen und im Geist des interreligiösen Dialogs denen zu helfen, die wegen ihres Glaubens diskriminiert, bedrängt oder verfolgt werden. So würden beispielsweise momentan in Pakistan und Indonesien viele unter den Blasphemiegesetzen leiden - und die Bundesregierung habe direkte Verhandlungen mit solchen Staaten angekündigt. Ziel sei, Menschenrechtsverletzungen zu beenden sowie Inhaftierungen oder gar Todesstrafen für Andersgläubige abzuschaffen.
Der Bericht stelle ausdrücklich fest, dass Christen als weltweit größte Religionsgemeinschaft auch am stärksten von Verletzungen der Religionsfreiheit betroffen sind. Gleichzeitig mache die Bundesregierung deutlich, dass ebenso Angehörige anderer Religionen und in steigendem Maße auch Atheisten unter Verletzungen der Religionsfreiheit litten.
„Es ist wichtig, dass hier nicht verschiedene Religionen gegeneinander ausgespielt werden, sondern deutlich wird, dass im interreligiösen Dialog das Menschenrecht auf Religionsfreiheit für alle und eben auch für Christinnen und Christen am besten geschützt wird. Das ist eine zukunftsfähige Botschaft“, so Pfarrer Bingener weiter. „Insgesamt sehen wir uns durch diesen Bericht in unserer Arbeit bestätigt und ermutigt.“
Verantwortlich für den Bericht ist Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit. Zu dem Bericht hat auch missio Aachen seine Expertise beigesteuert.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.10.2020 14:04