
missio: Corona-Soli-Fonds
Das katholische Hilfswerk missio aus Aachen stellt für Afrika, Asien und Ozeanien einen Corona-Solidaritätsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Unsere kirchlichen Partner sind jetzt Seelsorger, Sozialarbeiter und Krisenmanager in einer Person, sagt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Sie helfen den ärmsten, sozial benachteiligten und unter Krieg, Flucht und Menschenrechtsverletzungen Leidenden.
Besonders in Indien und seinen Nachbarstaaten, im Nahen Osten, auf den Philippinen und in afrikanischen Bürgerkriegs-Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik drohe das Corona-Virus „existenzbedrohende Ausmaße“ anzunehmen. In Afrika und Asien müsse die Kirche oft die Aufgaben übernehmen, die eigentlich der Staat zu leisten habe.
Die Gelder werden zum Beispiel zur Verfügung stehen für Überlebenshilfen, Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsschutz sowie Seelsorge und Sozialarbeit für von Corona betroffenen Menschen. In Nordosten Indiens, dem ärmsten Teil des Landes, sind vor allem junge Frauen, die als Hausangestellte arbeiten, betroffen. Die meisten von ihnen erhalten ungerechte Löhne und leben in Armut, außerdem verschlimmern die Ausgangssperren ihre Situation. Zur Hilfe sollen unter anderem bis zu 100.000 Masken genäht und an die Hausangestellten verteilt werden, dazu kommen Verteilung von Essen und Hygieneartikeln.
Veröffentlicht: Montag, 06.04.2020 08:32