
Missbrauchsfall: Ex-Sternsinger-Präsident beschuldigt
Ein schon verstorbener ehemaliger Präsident vom Aachener Kindermissionswerk "Die Sternsinger" soll in den 70er Jahren einen schutzbedürftigen Erwachsenen sexuell missbraucht haben. Das hat das Erzbistum Köln jetzt bekanntgegeben.
Das Bistum bittet weitere mögliche Opfer um Mithilfe. Der Beschuldigte war von 2000 bis 2010 Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger". Er soll schon von Kardinal Meisner verwarnt worden sein und eine Geldstrafe auferlegt bekommen haben. Sein Opfer hatte sich demnach vor 10 Jahren an das Erzbistum gewandt.
Das Aachener Kindermissionswerk die Sternsinger hat seine Mitarbeiter dazu aufgerufen, aktiv zur Aufklärung und Aufarbeitung beizutragen. Demnach sei der Missbrauchsfall ein großer Schock insbesondere für diejenigen, die mit dem Pfarrer zusammengearbeitet haben.
Gesucht werden jetzt mögliche weitere Opfer des Pfarrers aus der Zeit von 1966 bis 1971 in Euskirchen, 1971 bis 1972 in Bonn, 1972 bis 1989 in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg, 1972 bis 1989 als Diözesanjugendseelsorger, 1977 bis 1983 als Referent im Jugendhaus Düsseldorf, 1989 bis 2000 in einer Gemeinde in Kaarst, 2000 bis 2010
als Präsident des Kindermissionswerkes der Sternsinger in Aachen und von 2010 bis 2012 als Seelsorger in Prag.
Wer selbst betroffen ist oder Hinweise hat, meldet sich bitte bei den entsprechenden Stellen des Erzbistums Köln:
Frau Tatjana Siepe
Telefon 0172 290-1248
tatjana.siepe@erzbistum-koeln.de
Herr Peter Binot
Telefon 0172 290-1534
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.06.2022 05:46