
Misereor: Menschenrechte achten bei Produktion im Ausland!
Wer im Ausland produziert, soll die Menschenrechte beachten - auch wenn das möglicherweise vor Ort landesüblich anders geregelt ist.
Dafür setzt sich das Aachener Hilfswerk Misereor schon länger ein und fordert ein sogenanntes "Lieferkettengesetz".
Zusammen mit Germanwatch hat Misereor jetzt kurz vor Beginn der Grünen Woche untersucht, wie sich die großen Unternehmen der Agrarwirtschaft diesbezüglich verhalten. Demnach nimmt kein einziges von 15 untersuchten deutschen Unternehmen aus Geflügel-, Milch-, Futtermittel- und Agrarchemiebranche seine menschenrechtliche Verantwortung ausreichend wahr. Und der Bundesregierung werden schwere Versäumnisse in ihrer Handelspolitik vorgeworfen.
Um die Anforderungen der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu erfüllen, müsse die Bundesregierung die deutschen Unternehmen mit einem Lieferkettengesetz zur menschenrechtlichen Sorgfalt verbindlich verpflichten, so Misereor.
Die Misereor-Petition für ein Lieferkettengesetz haben inzwischen 100.000 Menschen unterschrieben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.01.2020 09:20