
© Misereor/Vigo Martínez
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Kupfermine Antamina in Huarmey/Peru
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Das Aachener Hilfswerk Misereor und die peruanische Organisation Red Muqui haben beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zwei Beschwerden gegen den Hamburger Metall-Konzern Aurubis eingereicht.
Beim Kupferabbau aus Minen in Peru soll Aurubis schwere Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen hinnehmen.
Betroffene berichten von vergiftetem Trinkwasser, verseuchten Böden und häufigen Erkrankungen.
Die Organisationen fordern, dass Aurubis wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lage vor Ort ergreift und das Lieferkettengesetz einhält.
Stimmen:
- „Aurubis trägt als Kupferimporteur nach unseren Recherchen eine große Mitverantwortung am Leid vieler Menschen und einer systematischen Umweltverschmutzung“, erklärt Mattes Tempelmann, Misereor-Berater für Bergbau, Ökologie und Menschenrechte. „Wir fordern, dass Aurubis in Absprache mit den Betroffenen vor Ort, effektive Maßnahmen zur Beendigung und Wiedergutmachung in Puerto Huarmey und im Tumilaca-Tal umsetzt und damit ihre Pflichten gemäß dem Lieferkettengesetz nachkommt“, so Tempelmann.
- „Das Lieferkettengesetz ist immer noch unverändert in Kraft, auch wenn die Bundesregierung eine Novelle zu dessen Abschwächung vorgeschlagen hat“, betont Armin Paasch, Experte für Menschenrechte und Wirtschaft bei Misereor. „Vom BAFA erwarten wir, dass es die Vorfälle unvoreingenommen und gründlich prüft, Maßnahmen zur Beendigung der Verstöße anordnet und notfalls auch Bußgelder verhängt.“ Mit Blick auf die Zukunft des LkSG fordert Paasch: „Jeglicher Rückschritt beim Menschenrechtsschutz verstößt gegen EU- und Völkerrecht. Wir erwarten selbstverständlich, dass die Bundesregierung dies bei der Novellierung des LkSG wie auch bei den aktuellen Verhandlungen zur EU-Lieferkettenrichtlinie ohne Abstriche einhält.“
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