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Misereor: G7-Gipfel soll sich zur Energie positionieren
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Misereor: G7-Gipfel soll sich zur Energie positionieren

Veröffentlicht: Donnerstag, 13.06.2024 09:45

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Beim aktuellen G7-Treffen in Italien sollen sich die Teilnehmerstaaten klar zum weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern bekennen und konkrete Enddaten für die Nutzung von Kohle, Öl und Gas setzen.

Diesen Appell richtet das Aachener Hilfswerk Misereor an die Regierungsvertreter.

Internationale Investitionen in fossile Energien in Afrika müssen gestoppt und durch finanzielle Anreize für erneuerbare Energieprojekte ersetzt werden. Nur so könnten die Menschen in Afrika profitieren und könnte die Klimakrise effektiv bekämpft werden.

Denn auf den gerade zu Ende gegangenen UN-Klimaverhandlungen in Bonn sei es versäumt worden, ambitionierte und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende zu entwickeln, heißt es. Madeleine Wörner, Energieexpertin bei Misereor, fordert deshalb von den G7-Staaten ihrer selbsternannten Klimavorreiterrolle gerecht zu werden: „Wenn die G7 es ernst meinen, müssen Taten folgen wie eine gemeinsame Verpflichtung zu fossilen Ausstiegsdaten in ihren nationalen Klimaplänen.“

Mit Blick auf den afrikanischen Kontinent sieht die Energieexpertin große Potenziale für einen schnellen und nachhaltigen Ausbau der erneuerbaren Energien, von dem auch die lokale Bevölkerung etwas hat: "Investitionen in fossile Projekte auf dem afrikanischen Kontinent, auch von Deutschland, blockieren die Energiewende und eine nachhaltige Entwicklung. Statt weiter in klimaschädliche und ausbeuterische fossile Energieträger zu investieren, braucht es finanzielle Anreize zum Ausbau und zur Förderung erneuerbarer Energieprojekte."

Mit der entsprechenden internationalen Unterstützung könne der Kontinent schon 2030 mit 100 Prozent Erneuerbaren energieautonom sein.

In den nächsten Jahren will Misereor selbst gemeinsam mit Partnerorganisationen den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien aktiv mitgestalten und vorantreiben - mit besonderem Fokus auf Afrika. Dort arbeiten Menschen an einer nachhaltigen, dezentralen Energieversorgung, die den lokalen Bevölkerungen zugutekommt.

Viele afrikanische Länder verfügen über ideale Bedingungen für Energie aus Sonne und Wind. Trotzdem investiere Deutschland weiter in fossile Projekte vor Ort, so Misereor - und das blockiere die nachhaltige Entwicklung und habe verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und die Klimakrise.

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