
"MiRA" soll bei Lungenversagen besser helfen
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.11.2023 09:01
Das Aachener Medizin-Unternehmen HBOX Therapies GmbH, ein Spin-Off von RWTH und Uniklinik, hat sich eine bedeutende Förderung gesichert.
Sein Produkt "MiRA" (Miniaturized Respiratory Assist) soll in Zukunft bei der invasiven Beatmung von Patienten mit akutem Lungenversagen zum Einsatz kommen. Bei Erkrankungen wie Pneumonie, COVID 19 und COPD soll MiRA laut HBOX geringere Komplikationsraten und bessere Therapieergebnisse ermöglichen.
Auf der firmeneigenen Homepage heißt es: "Patienten mit Lungenversagen müssen nicht mehr invasiv im Koma beatmet werden, was die Komplikationsrate, die Dauer des Krankenhausaufenthalts und damit die Behandlungskosten senken kann. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit überleben werden."
Das Unternehmen hat sich jetzt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter über 600 Bewerbungen als eines von fünf deutschen und 47 europäischen Unternehmen für die "EIC-Accelerator-Förderung" durchgesetzt. Das beinhaltet eine Fördersumme von 2,5 Millionen Euro und ein eventuelles zusätzliches Investment der European Investment Bank (EIB). Mit dem Geld will HBOX sein innovatives Medizinprodukt MiRA vorantreiben.
Das Team der HBOX Therapies GmbH, ein Spin-off der RWTH Aachen University und der Uniklinik RWTH Aachen, verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Forschung und Entwicklung von medizinischen Geräten. Seit der Gründung im Jahr 2021 hat es laut eigenen Angaben schon vielversprechende Ergebnisse in ersten Tests erzielt und arbeitet jetzt daran, das Medizinprodukt fertigzustellen.
Die Markteinführung ist für 2028 vorgesehen.
(Foto oben: Das Gründerteam von HBOX Therapies GmbH (v.l.n.r.): Dr. Peter Schlanstein, Niklas Steuer und Dr. Matthias Menne.)
