
Mehr für Köche, Kellner & Co.
Die rund 8.900 Beschäftigten der Gastro-Branche und Hotellerie hier in der StädteRegion verdienen mehr.
Zum 1. Mai sind die Stundenlöhne gestiegen, teilt die Gewerkschaft NGG mit.
Es muss mindestens 12,50 Euro gezahlt werden, das bedeutet für ungelernte Kräfte ein Plus von 28 Prozent. Fachleute kommen ab dem ersten Berufsjahr jetzt auf einen Stundenlohn von 13,95 Euro, das sind 17 Prozent mehr.
Die Gewerkschaft ruft die Beschäftigten dazu auf, bei der Lohnabrechnung für den Mai genau hinzugucken.
Gerade Fachkräfte sollten darauf achten, ob sie nach ihren Qualifikationen bezahlt werden. Wer in der falschen Lohngruppe ist, dem gehen monatlich schnell mehrere Hundert Euro durch die Lappen, so die NGG. Wer etwa eine Ausbildung habe und länger als viereinhalb Jahre im Gastgewerbe arbeite, sollte auf einen Stundenlohn von 16,27 Euro (bisher: 14,22 Euro) kommen.
Damit das Extra-Geld wirklich bei den Menschen ankommt, würden aktuell auch Betriebsräte und Führungskräfte über den neuen Tarifvertrag informiert. Klar sei: Im Gastgewerbe
sollte sich niemand länger mit einer Bezahlung auf Mindestlohn-Niveau abspeisen lassen.
Es komme nun darauf an, dass sich Wirte und Gastronomen an den ausgehandelten Tarifvertrag halten. Für sie werde es durch die attraktiveren Bedingungen allerdings auch leichter, zwischenzeitlich abgewandertes Personal für die Frühjahrs- und Sommersaison zurückzugewinnen.
www.ngg-aachen.de
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.05.2022 07:43