
Massentötung: "Glück" soll eine Zukunft haben
Die Bauern im Aachener Süden, die von der Massenschlachtung ihrer Kühe, Jungrinder und Kälber wegen des Rinderherpes-Virus bedroht sind, hoffen weiter auf Glück für ihre Klage gegen die Anordnung.
Deswegen ist jetzt auf dem Hof der Familie Giesen in Nütheim auch ein neugeborenes Kalb auf den Namen "Glück" getauft worden. Laut dem Bauern ist weder die Krankheit ausgebrochen noch wäre der Verzehr von Milch und Fleisch von erkrankten Tieren gefährlich für Menschen. Die Tötung seiner Herde würde allerdings die züchterische Arbeit der Familie von Jahrzehnten zunichte machen und sei daher völlig unverhältnismäßig.
Beim Widerstand gegen die Anordnung des Veterinäramts wird Bauerstochter Anja Giesen von Melanie Höfken aus Aachen unterstützt. Die hat mit zusammen mit Sonja Käufer aus Nörvenich Ende Juli die Facebook-Seite "Diagnose Rinderherpes - wir möchten weiterleben" eingerichtet. Da werden inzwischen schon 730 Abonnenten mit Informationen versorgt und über
Weiterleitungen rund 35.000 Menschen erreicht.
Und eine am Montag gestartete Petition an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist bisher schon von mehr als 2.300 Menschen unterschrieben worden.
Veröffentlicht: Freitag, 09.08.2019 08:43