
Massenschlachtungen w/Rinderherpes: Bauern wehren sich
Wegen des Ausbruchs der Tierseuche Rinderherpes (BHV1) sollen im Aachener Süden auf drei Höfen rund 700 Milchkühe, Jungrinder und Kälber getötet werden. Die rund 17.000 anderen NRW-Milchviehbetriebe haben Angst vor einem Übergreifen der für Menschen ungefährlichen Krankheit - und hier bei uns wehrt sich die Bauerninitiative Voreifel gegen die massenhaften Notschlachtungen.
Zu den betroffenen Betrieben gehören die Höfe von Lambert Giesen in Nütheim und seiner Kollegin Maria Meurer. Sie haben Widerspruch gegen die Tötungen eingelegt und sind auch bereit, zu klagen, teilen sie uns mit. Dabei stünden ihnen viele andere Landwirte aus der Region bei, denn Rinderherpes sei nie ganz auszurotten.
Die Bauern fordern stattdessen, dass die betroffenen Herden isoliert und beobachtet werden und eine Sanierung aus dem Bestand heraus erfolgen soll - im Zweifelsfall begleitet von vorübergehenden Schutzimpfungen.
Weiteren Beistand haben die Bauern im Aachener Süden auch aus Brandenburg erhalten - HIER mehr Infos.
Am Donnerstag wollen sich die Betroffenen im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Hof in Nütheim dazu ausführlich äußern. Auf dem Bild ist die "bis heute gesunde Herde" zu sehen, die man "nicht freiwillig der Bürokratie opfern" will.
Veröffentlicht: Dienstag, 16.07.2019 03:48