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Marvin H.: Dreieinhalb Jahre Haft und mehr
© Antenne AC
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Marvin H.: Dreieinhalb Jahre Haft und mehr

Das Aachener Amtsgericht hat den jungen Unfallfahrer Marvin H. zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nach Jugendstrafrecht ist er schuldig - und zwar wegen fahrlässiger Tötung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und verbotenen Autorennens.

Dazu wird ihm der Führerschein für mindestens drei Jahre entzogen.

Außerdem haben die Richter auch die Schwere der Schuld festgestellt. Der Prozess ist nicht öffentlich gewesen.

Der inzwischen 22-Jährige ist im Dezember 2018 mit mindestens Tempo 120 über die Tempo-70-Straße gerast. An der Unfallstelle ist er auf die Gegenspur gefahren, um einer Radaranlage auszuweichen. Dabei ist er mit seinem Wagen in ein entgegenkommendes Auto gekracht, in dem eine Mutter mit ihren 16 und 17 Jahre alten Kindern gesessen hat. Der Wagen hat Feuer gefangen, alle Insassen sind gestorben. Auch zwei 21- und 22-Jährige, die im Auto des Angeklagten gesessen haben, sind tot.

Marvin H. selbst und seine Freundin haben überlebt.

Der Verteidiger des Verurteilten, Osama Momen, will mit seinem Mandanten in den nächsten Tagen über eine mögliche Berufung entscheiden. Marvin H. könne sich an das Geschehen nicht erinnern und habe aufgrund verkehrstechnischer Rekonstruktionen und Gutachten gestanden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 12.02.2020 05:58

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