
Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich wollen demnächst mit einem Zeppelin überprüfen, wie sich die Corona-Ausgangsbeschränkungen auf die Luftqualität im Rheinland auswirken.
Das Jülicher Institut für Troposphäre will seine Messkampagne Anfang Mai vom Flughafen Bonn-Hangelar aus starten. Mit dem Zeppelin werden bei mehreren Flügen Spurengase und Feinstaub gemessen. Flugziele des Zeppelins sind unter anderem Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach, Jülich und die Eifel.
Die Jülicher Troposphärenforscher nutzen den Zeppelin NT, der seinen Heimathafen in Friedrichshafen am Bodensee hat, schon seit 2007 als Messplattform. Er kann in niedriger Flughöhe sehr langsam fliegen und auf der Stelle schweben - und das über mehrere Stunden hinweg, länger als jeder Hubschrauber. Und wie ein Hubschrauber kann er bei bestimmten Messprofilen vertikal in größere Höhen aufsteigen. Dabei verursacht er nur geringe Lärmemissionen und wird daher auch bei Flügen über Wohngebieten kaum als störend wahrgenommen.
