
Noch vor Beginn der eigentlichen Räumung des Weilers (frühestens am Mittwoch) hat die Aachener Polizei im besetzten Braunkohle-Dorf Lützerath damit begonnen, Barrikaden und Tripods auf dem Zufahrtsgelände wegzuräumen.
Dabei ist es am Dienstagvormittag vereinzelt zu Handgreiflichkeiten gekommen.
Der Sprecher der Aachener Polizei, Andreas Müller, sieht die Lage vor Ort momentan als "ruhig und weitestgehend friedlich" an, hat er Antenne AC gesagt:
Neben dem Abbau der Barrikaden und Tripods hat die Polizei in Lützerath am Dienstag auch Kommunikationsteams im Einsatz. Die versuchen - auch mit Lautsprecherdurchsagen - auf die Aktivisten einzuwirken, damit sie sich friedlich zurückziehen, so Müller weiter.
Laut Klimaaktivistin Luisa Neubauer wollen die Aktivisten in Lützerath die Räumung hinauszögern und politisch teuer werden lassen. Mit dieser Entscheidung, dass man Lützerath an RWE gibt, stelle sich die Bundesregierung gegen das Pariser Klimaschutzabkommen. Dabei werde die Kohle unter dem Dorf nicht mehr für die Energieversorgung in Deutschland gebraucht, so Neubauer.

