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Lützerath - Die Lage am Freitag
© Antenne AC
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Lützerath - Die Lage am Freitag

Veröffentlicht: Freitag, 13.01.2023 06:19

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Lage - Stand 16:45 Uhr:

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In Lützerath hat die Polizei das letzte noch besetzte Haus geräumt, meldet der SPIEGEL. Jetzt befinden sich demnach noch Aktivisten in einzelnen Baumhäusern und auf Monopods, insgesamt etwa 30 bis 40.

Die Aachener Polizei hofft, noch heute fast alle Aktivisten aus Lützerath herauszuholen, berichtet die Aachener Zeitung. Zumindest oberirdisch könnte der Weiler im Braunkohhletagebau Garzweiler 2 also noch heute komplett geräumt sein. Im unterirdischen Tunnel sollen sich noch zwei Aktivisten aufhalten.

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Lage - Stand 15 Uhr:

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Auf dem Gelände von Lützerath ist eben die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg eingetroffen. Sie hat einem Besetzer in einem Baumhaus Mut zugesprochen. Die Räumung des Weilers im Braunkohletagebau Garzweiler 2 hat sie als "absurd" bezeichnet. Thunberg wird von Fridays-For-Future-Sprecherin Luisa Neubauer begleitet. Beide wollen morgen auch an der Großdemo vor Ort teilnehmen. Die Initiative "Lützerath Lebt" hat auf Twitter angekündigt, dass man morgen direkt in den Tagebau gehen und dort protestieren will.

Währenddessen ist die Polizei weiterhin damit beschäftigt, im Ort das letzte Haus zu räumen und die verbliebenen Aktivisten aus Bäumen und Baumhäusern sowie aus dem unterirdischen Tunnel zu entfernen.

Das Aachener Verwaltungsgericht hat am Freitag entschieden, dass die Großdemo am Samstag mit dem Motto „Lützerath bleibt“ weitgehend so stattfinden kann wie geplant. Einwendungen der Polizei gegen Veranstaltungsort hat das Gericht zurückgewiesen.

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Lage - Stand 13 Uhr

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Das letzte Haus wird immer noch geräumt. Neben den verbliebenen Aktivisten in Bäumen und Baumhäusern sollen auch zwei Aktivisten aus einem unterirdischen Tunnel entfernt werden. Das erscheint schwierig. Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach hat den Tunneleingang heute inspiziert. Er sagt, der Schacht sei vier Meter tief, es sei "bedrückend eng da unten": "Ich finde es einfach schlimm, welche Gefahren diese Menschen auf sich nehmen." Die Konstruktion sei nicht sicher, die Sauerstoffversorgung sei auf Dauer nicht sichergestellt, so Weinspach weiter. Er gehe allerdings davon aus, dass derzeit keine akute Gefahr für die beiden Personen bestehe. Ob sie festgekettet seien, wisse er nicht. "Kontaktbeamte versuchen gerade, Kontakt aufzunehmen und mit den Betreffenden zu sprechen". Deren Kommunikation mit Telefon funktioniere nicht mehr, man versuche es jetzt mit Funkgeräten.

Morgen werden zu der Großdemo vor Ort über zehntausend Teilnehmer erwartet - unter ihnen auch die Klimaschutz-Idole Greta Thunberg und Luisa Neubauer.

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Lage - Stand 9 Uhr

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Die Polizei will die Räumung von Lützerath diesen Freitag weitgehend abschließen. Das größte Problem sind dabei aber die Tunnel der Aktivisiten. Die Beamten haben den Eingang zum Tunnel am Morgen weiträumig abgesperrt.

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Lage - Stand 7 Uhr

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Laut eigenen Angaben befinden sich zwei Aktivisten in dem selbst gebauten Tunnel. Die beiden seien entschlossen, sich anzuketten, sobald versucht werde, sie herauszuholen, heißt es am Freitagmorgen.

Bis mindestens zur Großdemo am Samstagmittag wollen die Aktivisten das Dorf besetzen, danach suchen sie sich wohl andere Widerstandsorte.

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Lage - Stand 6 Uhr

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Über 300 weitere Aktivisten haben das Dorf Lützerath bis zum Donnerstagabend verlassen. Die Polizei ist auch mit dem zweiten Räumungstag zufrieden. Allerdings haben sich Aktivisten in einem Tunnel unter der Erde verschanzt. Das THW hat in der Nacht erfolglos versucht, sie zu erreichen. Der Tunnel in vier Metern Tiefe ist eine weitere Maßnahme, um die Räumung hinauszuzögern. Eine Sprecherin der Gruppe "Lützerath lebt" sagt, wenn die Einsatzkräfte jetzt versuchen, mit schwerem Gerät die Gebäude abzureißen, droht der Tunnel einzubrechen.

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