
Lützerath: Baggerbesetzung vorbei
(Update)
Die Besetzung eines Baggers im Braunkohletagebau nahe Erkelenz-Lützerath ist beendet.
Am Mittwochmorgen sind zwei Aktivisten in die Schaufel des Baggers gestiegen, eine kleinere Gruppe Vermummter hat sich an einem anderen Bagger versammelt. Die Bagger sollen laut RWE einen Wall errichten, um die Betriebsgrenze des Tagebaus neu zu markieren.
Die Aachener Polizei hat die Situation kommunikativ gelöst, teilt sie mit. Die beiden Besetzer haben sich demnach von speziellen Beamten für Höhenrettung ohne Gegenwehr vom Baggerarm gefahrlos wieder auf den Boden hinunterbringen lassen.
Man hat sie wegen Verdachts auf Nötigung angezeigt und dann gehen lassen. Auch die anderen Aktivistien haben sich dann zurückgezogen.
Im Örtchen Lützerath nahe der Abbaukante leben Gegner des Braunkohleabbaus in Wohnwagen, besetzten Häusern, Zelten und Baumhäusern. Sie wollen das Abbaggern des Ortes für den Braunkohletagebau verhindern, um das Klima zu schützen. Der letzte ursprüngliche Bewohner hat im Frühjahr an RWE verkauft.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.07.2022 08:56